Neuer Verein sieht Gefahr durch rassistische Bestrebungen in unserer Region

Bündnis gegen Rechts

Der neue Verein wurde in Obersuhl ins Leben gerufen: Das Foto zeigt die Teilnehmer der Gründungsversammlung. Foto: A. Müller/nh

Gerstungen/Obersuhl. Den Einsatz gegen jede Art von Fremdenfeindlichkeit hat sich der Verein „Bündnis gegen Rechts-Werratal“ auf die Fahnen geschrieben. Der Verein wurde am Wochenende in Obersuhl gegründet.

Das Bündnis sieht seine Aufgabe in der Bekämpfung jeglicher rassistischer, fremdenfeindlicher und sonstiger rechtsextremistischer Bestrebungen sowie in der Aufklärung von antisemitischer, antiislamischer und sonstiger menschenverachtender Hetze und gewalttätiger Übergriffe der Neonazis, heißt es in der Pressemitteilung des neuen Vereins.

„Problem wird verharmlost“

„Wir sehen die Notwendigkeit eines anti-faschistischen und antirassistischen Bündnisses im Werratal, weil sich in unserer Region der Rechtsextremismus langsam ausbreitet und wir das Gefühl haben, dass viele sich der Gefahr entweder beugen oder die Gefahr verharmlosen“, heißt es in der Mitteilung weiter. Zweck des Vereins sei die Förderung des demokratischen Staatswesens, der internationalen Gesinnung, der Toleranz und des Völkerverständigungsgedankens.

Das Bündnis will außerdem Kunst und Kultur fördern. Dazu sollen Konzerte organisiert und Kabarett-Veranstaltungen angeboten werden.

Der Verein ist nach eigenen Angaben parteiunabhängig. „Unsere Mitglieder kommen aus allen Gesellschaftsschichten, Schulen, Parteien, Gewerkschaften, Initiativen und Vereinen, die sich gegen den Faschismus wenden“, betont das Bündnis.

Zum Vorsitzenden des Vereins wählten die Mitglieder Bodo Filz, sein Stellvertreter ist Sascha Tremper. Dem Vorstand gehören außerdem Martin Schad als Kassenwart und Hendrik Ross als Protokollführer an. (red/dup)

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