Hürden beim Fahrkartenkauf im Zug jetzt geringer

Cantus: Neuer Automat soll Probleme lösen

Hersfeld-Rotenburg. Die Kritik vieler Fahrgäste an Problemen beim Kauf von Fahrkarten in den Cantus-Zügen hat Wirkung gezeigt: Nachdem es schon vor zwei Jahren erste Verbesserungen gab, will die Verkehrsgesellschaft jetzt mit einer neuen Generation von Automaten den Ticketkauf erheblich vereinfachen.

Vier Züge sind bereits mit insgesamt acht neuen Automaten ausgestattet worden. Weitere 36 neue Automaten sollen bis zum Jahresende folgen. Das teilte die Pressesprecherin des Nordhessischen Verkehrsverbunds (NVV), Sabine Herms, auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Dann sind alle im Nordosten Hessens verkehrende 21 Cantus-Züge mit den neuen Ticketautomaten ausgestattet - und damit auch die Linien, die durch den Kreis Hersfeld-Rotenburg führen.

Für erheblichen Frust sorgt bei den alten Automaten, dass sie nur einen Geldschein annehmen, und viele Automaten nur 10- oder 20-Euro-Scheine. Wer zum Beispiel ein Hessenticket für 34 Euro kaufen wollte, hatte dann oft ein Problem. Die neuen Automaten nehmen bis zu drei Geldscheine an. Das Wechselgeld wird ausschließlich in Münzen ausgezahlt. Das maximale Rückgeld bei den neuen Automaten beträgt 22,50 Euro. 50-Euro-Banknoten nehmen sie also ab einem Betrag von 27,50 Euro an. Die Automaten zeigen groß an, wie viele und welche Scheine bei einem Bezahlvorgang zum Einsatz kommen können.

Auch der Speicher für das Wechselgeld sei optimiert worden, verspricht Cantus. Das Wechselgeld sei anders gestückelt. „Außerdem wird der Speicher unter anderem durch die Fahrgäste wieder aufgefüllt und hält somit länger“, erklärt die Pressesprecherin. Das sei bei den alten Automaten nicht möglich gewesen. „Wir haben besonderes Interesse daran, dass die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs immer einfacher wird“, betont Herms.

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