Evangelische Kita Arche Noah soll erweitert werden

Die Arche Noah: Links der Eingangsbereich bleibt bestehen, rechts auf dem Rasen ist ein Anbau geplant.

Bebra. Über 600 000 Euro soll der Anbau kosten, mit dem man eigene Räume für Krippenkinder in der evangelischen Kindertagessstätte Arche Noah in Bebra schaffen möchte.

Wenn die Stadtverordneten am Donnerstag zustimmen, kann der Bauantrag gestellt werden, erklärte Pfarrer Martin Schacht gestern. Im Idealfall würden die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen und das neue Gebäude im nächsten Sommer zum Kindergartenjahr 2017/18 fertig werden.

Geplant ist für die Kinder bis zwei Jahre ein eigener Gebäudetrakt in einem Anbau auf der freien Wiese vor der Kita Am Stadtbad. Es soll Platz bieten für zwölf Kinder, auch unter Einjährige. Erhalten bleiben der Eingangsbereich und die Parkplätze vor der Kita.

Ein Problem weniger

Damit würde auch das Problem entfallen, dass Wickelkinder derzeit noch in einer improvisierten Ecke der Turnhalle trockengelegt werden müssen. Zu dieser Halle soll nach den Plänen von Architektin Silke Holzhauer auch ein eigener Zugang geschaffen werden. Derzeit kann die Turnhalle nur über eine der drei Gruppenräume erreicht werden.

Weiterhin ist ein Raum für Besprechungen der Erzieherinnen eingeplant, der bisher fehlt. Nach den Worten von Pfarrer Schacht soll der Anbau ein Flachdach erhalten, und auch das Dach des 52 Jahre alten Kitagebäudes soll gedämmt und neu gedeckt werden. Der Anbau und die Umbauten eröffnen die Gelegenheit, einige Unzulänglichkeiten des 60er-Jahre-Baus zu beseitigen. wie etwa einen sehr engen Flur. Zwischen Alt- und Neubau ist großzügiger Platz zum Abstellen von Kinderwagen vorgesehen.

Derzeit besuchen knapp 60 Kinder in drei Gruppen die Einrichtung, ein Integrationskind ist dabei. Bis zum Frühjahr werden es 65 Kinder sein, erklärte Sabine Kernchen, Stellvertreterin von Kita-Leiterin Eva-Maria Brell.

Schon vor drei Jahren habe man der Stadt das Angebot unterbreitet, geeignete Räume für Krippenkinder zu schaffen. Gemeinsam habe man aber zunächst abwarten wollen, wie sich der Bedarf entwickele - auch nach Inbetriebnahme der neuen Kita in Breitenbach.

Hintergrund ist der erwartete Bedarf. So sind die städtischen Kitas in Bebra ebenso ausgelastet wie die drei konfessionellen. Auch die Krippen in Bebra und Breitenbach sind mit jeweils zwei Gruppen ausgelastet, für den Verein „Die kleinen Strolche“ gibt es eine Warteliste.

„In diesem Bereich erwarten wir eine deutliche Steigerung der Nachfrage, die mit den derzeitigen Angeboten nicht gedeckt werden kann“, erklärt Uli Rathmann von der Stadtjugendpflege. So ist die Zahl der Kinder seit 2014 um fast 14 Prozent von 613 auf fast 700 Kinder gestiegen. Gründe seien unter anderem die Kinder der Migranten, aber auch die gestiegene Attraktivität der Innenstadt.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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