DRK befürchtet Engpässe

Bedarf an Blutspenden im Landkreis steigt 

Hersfeld-Rotenburg. Die Situation in der Blutversorgung hat sich im Juli zugespitzt: Durch die tropischen Temperaturen drohen die Blutbanken des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) auszutrocknen.

„Jeden Tag nimmt der Bestand weiter ab“, sagt Eberhard Weck, Sprecher des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg-Hessen. Entscheidend seien die nächsten zwei Wochen. Bleibe das Wetter so heiß, sinke erfahrungsgemäß auch die Bereitschaft der Menschen zur Blutspende. „Dann stehen wir vor leeren Kühlräumen“, sagt Weck. Dass die Situation im Moment noch nicht besorgniserregend sei, habe mit dem verhaltenen Sommerbeginn zu tun. „Das hat uns einen kleinen Vorsprung verschafft“, sagt der DRK-Sprecher.

Neben der Sommerhitze habe vor allem die Schwimmbad-Hochsaison die Spendenmotivation sinken lassen. Viele der Stammspender seien auch einfach im Urlaub. „Noch herrscht keine Alarmstimmung“, sagt Weck. Trotzdem appelliere er dringend an die Blutspendenbereitschaft der Menschen. „Gerade in diesen Tagen sind wir auf jeden gesunden Spender angewiesen.“

Im Klinikum Bad Hersfeld sind laut Werner Hampe, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, noch keine Engpässe bemerkbar. Dennoch könnten schwere Unfälle den Bedarf schnell rapide aufstocken. Der OP-Plan in Bad Hersfeld sei jedoch nicht gefährdet. Das bestätigt auch Ulrich Borgmann, Laborleiter im Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg. „Zur- zeit läuft der Betrieb normal.“ Trotzdem sei man auf Blutspenden angewiesen.

Besonderen Anteil daran, dass die Lage stabil ist, haben nach Auskunft von DRK-Werbereferent Udo Sauer die Spender im ländlichen Raum. „Die Spendenbereitschaft ist hier höher als in den Ballungsgebieten“, attestiert Sauer mit Blick auf die DRK-Kreisverbände Hersfeld und Rotenburg. (esp)

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