Arbeitsmarktbüro hat von 200 Suchenden 20 Menschen vermittelt

Flüchtlinge: Der Job scheitert oft an Sprache

Hersfeld-Rotenburg. Mit dem Arbeitsmarktbüro für Flüchtlinge betreiben die Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda und der Landkreis Hersfeld-Rotenburg eine zentrale Anlaufstelle für Arbeit suchende Menschen mit Fluchthintergrund.

Seit mehr als acht Monaten gibt es das Angebot. 20 Flüchtlinge sind bislang in Arbeit und Ausbildung gebracht worden – so lautet die erste Bilanz der Einrichtung. „Die größte Herausforderung für die Männer und Frauen, die uns aufsuchen, besteht tatsächlich im Erlernen der deutschen Sprache“, erklären Vanessa Körzell von der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda und ihre Kollegin Christine Westermann vom Landkreis.

Lediglich für 20 Personen war das Sprachniveau für die Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit, beziehungsweise einer Ausbildung ausreichend, wenn auch diese überwiegend im Helferbereich untergekommen seien. Daneben seien zahlreiche Menschen mit Fluchthintergrund in Förderkursen untergebracht worden. Insgesamt haben seit Dezember vergangenen Jahres rund 200 Flüchtlinge das Arbeitsmarktbüro aufgesucht – zumeist Männer im Alter zwischen 25 und 49 Jahren. Ein Großteil sei direkt im Anschluss in die von der Arbeitsagentur finanzierten Sprachkurse vermittelt worden, aber vermehrt suchen dort auch Asylsuchende, die schon länger in Deutschland leben, Hilfe. „Diese Menschen kommen aus Pakistan oder Äthiopien und sind seit zwei, drei Jahren hier“, erklären die Arbeitsvermittlerinnen. Die bisherigen Erfolge und die Komplexität der Thematik seien ein Beleg dafür, dass die schnelle Errichtung des gemeinsamen Arbeitsmarktbüros der richtige Weg war. Davon sind Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, und Elke Künholz, Erste Kreisbeigeordnete und zuständige Sozialdezernentin, überzeugt. (pgo)

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Rubriklistenbild: © dpa

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