Zahl der Schüler wächst stetig – Schulleiter sind zuversichtlich

Über 150 Flüchtlingskinder besuchen Grundschulen im Landkreis

Hersfeld-Rotenburg. Über 150 Flüchtlingskinder müssen derzeit in den Grundschulen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg integriert werden. Für die Schulen ist das eine große Herausforderung, in der Regel funktioniere die Betreuung aber gut, teilen die befragten Schulleiter mit.

151 Kinder, die in sogenannten Intensivkursen oder Intensivklassen unterricht werden, meldete das Staatliche Schulamt in Bebra für Anfang März. Die Zahlen verändern sich allerdings stetig. Auch die weitere Entwicklung könne deshalb noch nicht abgesehen werden, erklärt der stellvertretende Leiter des Schulamts, Gerhard Finke. Im Dezember 2015 waren es noch 108 Flüchtlingskinder gewesen.

Die meisten Kinder besuchen die Brüder-Grimm-Schule in Bebra. 29 waren es zu Beginn dieses Monats, inzwischen sind es über 30. „Es kommen fast wöchentlich Kinder hinzu“, berichtet Schulleiterin Annemarie Warneck. In zwei Intensivklassen lernen die Jungen und Mädchen Deutsch. Um die Kinder bestmöglich in den Schulalltag zu integrieren, sind aber auch alle einer Regelklasse zugordnet.

„Auch für eine Schule wie unsere, die viel Erfahrung mit Mehrsprachigkeit hat, ist das eine riesige Herausforderung“, sagt Warneck. Sie betont aber auch, wie gut es in den meisten Fällen läuft. 24 Flüchtlingskinder besuchten zuletzt die Lingg-Schule in Bad Hersfeld, 20 die Ernst-von-Harnack-Schule in Bad Hersfeld und 19 die Georg-August-Zinn-Schule in Heringen. Auch an weiteren Grundschulen im Kreis werden Flüchtlingskinder unterrichtet. Verteilt werden sie laut Gerhard Finke nach Wohnort.

Das Schulamt ist Hauptansprechpartner für die Schulen und den Landkreis, der wiederum für die Räumlichkeiten zuständig ist. Herkunftsländer der Kinder sind unter anderem Syrien, Afghanistan oder der Irak, aber auch Äthiopien. Die Vorkenntnisse der Kinder sind dabei höchst unterschiedlich. (nm)

Rubriklistenbild: © dpa

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