Fragen und Antworten zum Thema - Verkehrssicherheit steht im Fokus

Hessen Mobil startet Gehölzarbeiten in der Region

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Es geht wieder los: So wie hier an der Wippershainer Höhe neben der A 4 zwischen Bad Hersfeld und Friedewald werden bald wieder Bäume neben Straßen der Region gefällt.

Hersfeld-Rotenburg. Hessen Mobil schneidet wieder Bäume und Sträucher an Hessens Straßen zurück. Auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gibt es dabei zwei größere Gebiete. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema:

Welche Strecken sind am stärksten betroffen? 

Los geht es im Bereich der Straßenmeisterei Rotenburg. Zum einen an der Bundesstraße zwischen Bebra-Süd und Bebra-Mitte, zum anderen an der Kreisstraße zwischen Rotenburg-Lindenhof und Bebra-Lüdersdorf, die aufgrund der geringen Fahrbahnbreite ab dem heutigen Mittwoch voll gesperrt werden muss. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Freitag, 28. Oktober.

Die Arbeiten werden in der Regel als Tagesbaustellen und unter halbseitiger Sperrung vorgenommen. Hier kann es auch zu Vollsperrungen kommen.

Der zweite Landstrich liegt im Bereich der Autobahnmeisterei Hönebach zwischen Bad Hersfeld und Wommen auf der A 4 sowie an der A 7 zwischen Hattenbacher Dreieck und Homberg/Efze.

Warum sind die Arbeiten notwendig? 

Das jährliche Zurückschneiden erhöht laut Hessen Mobil die Verkehrssicherheit. So werde sichergestellt, dass die Pflanzenwelt den Verkehrsteilnehmern nicht die Sicht auf die Fahrbahn und die Beschilderung versperrt. Totholz und kranke Bäume werden entfernt, um Unfälle durch herabfallende Äste zu vermeiden.

Wie aufwendig ist das denn überhaupt? 

Die Grünflächen entlang Hessens Straßen seien um fast die Hälfte größer als die Fahrbahnflächen. Der erforderliche Aufwand sei daher so groß, dass er nicht mit eigenen Ressourcen zu leisten ist, sondern für über eine Million Euro Fachfirmen mit den Arbeiten beauftragt sowie Spezialgeräte gemietet werden.

Auf Umweltverträglichkeit werde geachtet: Die Rückschnitte dürfen nur zwischen Oktober und Februar erfolgen. Fällungen werden mit Naturschutzbehörden abgestimmt. Dies geschieht auch bei den Verjüngungsmaßnahmen. Gehölze werden „auf den Stock gesetzt“, das heißt bis Bodennähe verkürzt sowie ausgedünnt, um das Entstehen von Hindernissen einzudämmen.

Wird durch das „auf den Stock setzen“ der Gehölze nicht Natur zerstört? 

Frisch bearbeitete Flächen können auf den ersten Blick kahl aussehen. Das Ausdünnen hilft der Natur laut Hessen Mobil allerdings dabei, sich zu verjüngen und neu aufzustellen. „Auf den Stock setzen“ führe in den Folgejahren zu einem kräftigen, innen belaubten Nachwuchs.

Die langjährige Erfahrung zeige, dass bereits in der ersten Vegetationsperiode nach dem Schnitt durch den Ausschlag der Gehölze ein Zuwachs von bis zu etwa einem Meter gegeben ist.

Wird das entfernte Gehölz ersetzt? 

Eine Nach- oder Ersatzpflanzung ist wegen der verbliebenen Wurzeln nicht möglich und laut Hessen Mobil auch nicht notwendig. Nach zwei Jahren sei das Gehölz bereits wieder zwischen zwei und drei Metern hoch.

Was passiert mit dem abgeschlagenen Holz? 

Bei Gehölzarbeiten in Eigenleistung wird ein Teil abtransportiert und über einen Auftragnehmer verwertet. Ein Teil wird vor Ort gehäckselt und verteilt. Mitunter ist vereinbart, dass die von Hessen Mobil beauftragten Fremdunternehmer das Holz selbst verwerten.

Warum bleibt das Holz manchmal länger liegen? 

Die Gehölzarbeiten und der Abtransport sind zwei entkoppelte Arbeitsschritte. Hessen Mobil achtet darauf, den Zeitraum dazwischen so kurz wie möglich zu halten. Zeit sei grundsätzlich bis Ende Februar. Das Holz werde aber stets so positioniert und gesichert, dass kein Verkehrsrisiko entsteht.

Geht durch den Gehölzschnitt nicht der Lärmschutz für die Anwohner verloren? 

Verständlicherweise erscheint eine durch Gehölz gesäumte Straße weniger störend. Dieser subjektiv wahrgenommene „optische Lärmschutz“ sei laut Hessen Mobil jedoch nicht vorhanden. Gehölze hätten keine Lärmschutzwirkung. (red/sbs)

www.mobil.hessen.de

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