Mann will Handy mit Nacktbildern in den Fuldasee geworfen haben

Nacktfotos auf dem Handy? Geldstrafe nach Streit mit Ehefrau

Bad Hersfeld. Wegen Körperverletzung ist ein 49-jähriger Mann aus Bad Hersfeld am Mittwoch vor dem Schöffengericht in der Kreisstadt zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Er muss 40 Tagessätze à 30 Euro, also 1200 Euro zahlen.

Die Staatsanwaltschaft warf dem Mann vor, am Heiligabend 2015 seiner damaligen Frau ihr Handy weggenommen und sie danach verletzt zu haben. Das Handy soll er dann in den Fuldasee geworfen haben. Das inzwischen geschiedene Paar lebte zum Zeitpunkt der Tat noch im gemeinsamen Haus in getrennten Wohnungen.

Die 47-Jährige gab an, schon nach einer neuen Wohnung gesucht zu haben. Weil der Mann den Verdacht hatte, dass schon länger Kontakt zu einem anderen haben könnte, hatte der 49-Jährige beschlossen, das Handy der Frau zu kontrollieren. In ihrer Wohnung traf er sie im Bett liegend an und nahm das unter dem Kopfkissen liegende Handy an sich. Als sie ihm daraufhin den Weg aus dem Zimmer versperrte, kam es nach Einschätzung des Gerichts auch zu einer körperlichen Auseinandersetzung.

Ob die Verletzungen der Frau – mehrere Hämatome – an den Oberarmen durch Festhalten oder Aufknien entstanden, blieb offen. Der Frau gelang es, zu Nachbarn zu flüchten. Sie zog ins Frauenhaus. Das Handy warf der Angeklagte in den Fuldasee, nachdem er nach eigenen Angaben mehrere Nacktbilder seiner Frau und eines Mannes darauf gefunden hatte.

Der Mann gestand die Tat weitgehend ein, Vorstrafen hatte er keine. Der vorsitzende Richter Michael Krusche folgte bei der Urteilsverkündung dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Tagessatz liege am unteren Ende des möglichen, sagte er mit Blick auf die wirtschaftliche Situation des Mannes.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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