Giftige Schwermetall-Konzentrationen bei K+S in Philippsthal

Philippsthal. Der Düngemittelhersteller K+S hat gegenüber dem Magazin „defacto" des hr-Fernsehens eingeräumt, dass Schwermetallkonzentrationen auch auf der hessischen Seite der Halde Hattorf gemessen wurden.

Bislang hatte das Unternehmen die giftigen Konzentrationen lediglich auf der thüringischen Seite eingeräumt.

Das hessische Umweltministerium bestätigt erhöhte Werte und erklärt gegenüber „defacto“, dass keine Gefährdung für die Bevölkerung bestünde, da der Hauptgrundwasserleiter nicht zur Trinkwassergewinnung verwendet würde.

Die Behörde stellt jedoch klar: „Auch wenn die betroffenen Grundwasserleiter nicht zur Trinkwassergewinnung genutzt werden, ist das Unternehmen K+S aufgefordert, Untersuchungen zu den möglichen Ursachen der höheren Schwermetallkonzentrationen durchzuführen.“ Weitere Grundwasser-Messstellen sowie die notwendigen Messungen der Grundwasserbeschaffenheit direkt an der Halde seien behördlich veranlasst worden.

Cadmium, Blei, Kupfer 

Im Juli hatte die Thüringische Kontrollbehörde, das Landesverwaltungsamt, jede Nutzung von Grundwasser in einem großen Gebiet der Gemeinde Unterbreizbach untersagt, nachdem an der Halde Schwermetalle in giftigen Konzentrationen gemessen wurden. Darunter Zink, Cadmium, Blei, Kupfer und Nickel. Der Geringfügigkeitsschwellenwert wurde dabei zum Teil um das Tausendfache überschritten. (red)

Rubriklistenbild: © dpa

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.