Umwelt-Initiative für Lebensraum-Erhalt hat ein Auge auf Vorschriften und Verstöße bei Windrädern

Hainrode und Ersrode passen auf

Angst vor Umzingelung: Die Zahl der Windräder sorgt für Besorgnis in Ludwigsau. Foto: nh

Ludwigsau. Die 2014 gegründete Initiative Hainrode/Ersrode für den Erhalt des heimatlichen Lebensraums (IHE) tritt dafür ein, die Stromerzeugung durch Windenergieanlagen (WEA) menschenfreundlich zu gestalten und dabei die intakte Natur und die Einzigartigkeit der Landschaft zu erhalten. „Die Nutzung erneuerbarer Energien ist sinnvoll, aber eine Umzingelung durch 18 und mehr WEA um zwei Dörfer ist absolut unzumutbar“, heißt es dazu in einer Pressemeldung der Initiative.

Die IHE sehe sich in der Pflicht, die Einhaltung aller Vorschriften zu beobachten und etwaige Verstöße gegebenenfalls zu melden. So hat die Initiative in einem Schreiben an den Regierungspräsidenten darauf hingewiesen, dass die Abschaltzeiten der WEA auf dem Klosterstein (Gemarkung Hainrode/Ersrode) zum Schutz von Fledermäusen in den vergangenen Wochen nicht eingehalten wurden.

Abschaltzeiten prüfen

Eigentlich sollten die Anlagen vom 15. März bis 31. Oktober jeweils im Zeitraum von einer Stunde vor Sonnenuntergang bis eine Stunde nach Sonnenaufgang bei Windgeschwindigkeiten von unter sechs Metern pro Sekunde und ab Temperaturen von über zehn Grad abgeschaltet werden, hatte das RP bestätigt. „Die zuständige Dienststelle hat auf das Schreiben reagiert und wird unseren Beobachtungen nachgehen“, teilt die IHE mit.

Die Initiative hat zudem umfangreiche Vogelkartierungen im Bereich Rehkopf durchgeführt und der zuständigen Dienststelle im RP übergeben. Auf dem Rehkopf zwischen Ersrode, Hausen und Licherode sollen acht Windräder errichtet werden.

Drei Anlagen sollen auf dem Kirchrück Richtung Mühlbach stehen. Drei hinter dem Klosterstein auf dem Nenterberg Richtung Nenterode/Nausis.

Alle Anfragen der IHE an das RP, ob Planungen oder Bauanträge diesbezüglich vorliegen, seien mit Nein beantwortet worden. An allen Standorten würden aber schon Wege- und Rodungsarbeiten festgestellt. Deshalb fordert die IHE Offenheit und Informationen für die betroffenen Bürger.

Info: Die IHE trifft sich in der Regel 14-tägig. Die nächste Sitzung findet am 26. Juli ab 20 Uhr im DGH Ersrode statt. Interessierte sind willkommen. Kontakt: Marie-Luise Plümpe, Ersrode, 0 66 70/355. (red/kai)

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