Kultur-und Tourismusverein Rotenburg möchte eine „Zirbes-Stube“ einrichten und sucht Mitstreiter

Heimat für den Heimatmaler

Heimatmaler Peter Zirbes: Unser Bild mit den Selbstporträts entstand während der Ausstellung, die Franz Mansky 2011 organisiert hatte. Archivfoto:  Kessler

Rotenburg. Seine Bilder gehören zu Rotenburg wie der Kump vor die Jakobikirche: Der Heimatmaler Peter Zirbes hat in seinem langen Leben mehrere Tausend Bilder gemalt.

Es gibt Häuser, deren Wände vom Erdgeschoss bis zum Dach mit Zirbes-Bildern geschmückt sind. Jetzt plant der Kultur- und Tourismusverein auf Anregung von Franz Mansky die Einrichtung einer „Zirbes-Stube“.

Mansky ist Initiator einer sehr gut besuchten Ausstellung im Heimatmuseum gewesen, die dem Maler gewidmet war. Auf seiner Suche nach Ausstellungsstücken war er in vielen Privathäusern fündig geworden – manche seien sogar bis unters Dach mit Zirbes-Werken geschmückt, erzählt Mansky.

Dauerleihgaben

Deshalb ist man im Kultur- und Tourismusverein sicher, dass sich ausreichend Sammler finden werden, die Bilder als Dauerleihgabe zur Verfügung stellen. Gerade ältere Menschen zwischen Rotenburg und Heinebach – der Wirkungsstätte Zirbes, wenn es um Motive aus der Natur ging – wüssten ihre Schätze gern sicher untergebracht und betreut, wenn sie sich selbst mal nicht mehr darum kümmern können, glauben die Mitglieder des Vorstandes.

Die Zirbes-Stube soll in den Räumen von ehemals „Schiffer-Optik“ am Obertor eingerichtet werden. Familie Schiffer war von der Idee begeistert und will die Räume für eine geringe Miete zur Verfügung stellen, berichtete Kerstin Schulz, die Vorsitzende des Kultur- und Tourismusvereins. Günther Siebert, der Ehrenvorsitzende des Vereins, hatte die Familie angesprochen.

Drei Räume

Im Haus wäre auch noch Platz für wechselnde Ausstellung heimischer Künstler. Drei Ausstellungsräume stünden zur Verfügung und ein Raum, den auch andere Vereine nutzen könnten. Der Rotenburger Hausfrauenverband zum Beispiel hat laut Schulz schon Interesse angemeldet.

Um die Idee zu realisieren, braucht der Kultur- und Tourismusverein jedoch die Unterstützung der Rotenburger. Finanzielle Hilfe tut ebenso Not wie personelle: „Wir brauchen ehrenamtliche Helfer, die während der Öffnungszeiten anwesend sind“, sagt Kerstin Schulz. Sie ist optimistisch, dass sich Rotenburger dafür finden werden. Schließlich habe es ja viel Unterstützung für das Muzkkka gegeben, für den Erhalt des früheren Museums hatten Kunstfreunde vor zwei Jahren noch demonstriert. „Für die Stadt wäre eine Zirbes-Stube eine tolle Bereicherung“, ist Schulz sicher.

Wer die Idee finanziell oder durch ehrenamtlichen Einsatz unterstützen möchte, kann sich bei Kerstin Schulz melden: Telefon 06623/ 933 150.

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