Die Hönebacher Tunnelhexen sind selbst im Knast noch närrisch

Hoch die Beine: Anna Lena Mötzing (von links), Julia Linß und Vanessa Linß brachten beim Aufritt der Showtanzgruppe Hönebach vollen Einsatz. „On Stage – Auf der Bühne“ hieß ihre Choreografie. Fotos: Alexandra Koch
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Hoch die Beine: Anna Lena Mötzing (von links), Julia Linß und Vanessa Linß brachten beim Aufritt der Showtanzgruppe Hönebach vollen Einsatz. „On Stage – Auf der Bühne“ hieß ihre Choreografie.

Hönebach. Über 200 Narren kamen zum 22. Tunnelhexen-Karneval in die Mehrzweckhalle nach Hönebach. Auf den Tischen Polizei-Absperrband, die Bühne umgebaut zur JVA Butzbach, Häftlinge und Polizisten als Bedienung - Deko und Kostüme waren ans Motto „Die Tunnelhexen im Knast" angepasst.

Das setzte sich auch im Programm fort. Die Jugendtanzgruppe unter der Leitung von Melanie Mötzing stand zum ersten Mal vor großem Publikum. Die jungen Mädchen traten als „Young Americans“ mit Cowboyhüten und blinkenden Handschuhen auf.

Auch Marisa Linß hatte als Co-Moderatorin Premiere auf der Bühne. Damit tritt sie in die Fußstapfen ihres Vaters Siegfried Linß, der den Hönebacher Karneval über 20 Jahre mit seinen Auftritten prägte. Marisa Linß moderierte, gab Witze zum Besten, tanzte und sang live.

Ihre Schwester Vanessa Linß hingegen hat fast alle Tänze der Hönebacher Showtanzgruppe choreografiert. Die Gruppe überzeugte mit zwei ausdrucksstarken Tänzen: als Polizistinnen und Diebe sowie in Showmanier mit schwarz-roten Volantröcken und Glitzeroberteilen.

Urgestein auf der Bühne

Auf der Baustelle: Sketch mit Markus Blaurock (von links), Michael Steinhauer, Marco Eiche und Bernd Mausehund.

Das Urgestein in der Hönebacher Bütt heißt Dieter Thomas, Künstlername „Die doof’ Nuss“. Er bereicherte mit seinem Klamauk den närrischen Abend. Thomas sprach über Arztbesuche, Kneipentouren und Einkaufserlebnisse sowie vom Krach mit seiner Frau. Sie habe die Nase voll und wolle ihn zu den „Anonymen Alkoholikern“ schicken. „Ich trinke aber nicht mit Leuten, die ich nicht kenne“, erwiderte er.

Auch der Hönebacher Kegelverein SKV AN 1969 trug zum Unterhaltungswert des Programms bei. Unter dem Titel „Sparsamkeit im Altersheim“ zeigten sie, wie bei den Senioren Geld eingespart werden kann. Lustig, wenn auch unappetitlich: Geteilt werden Waschlappen, Klopapier und das Wasser zum Spülen nach dem Zähneputzen.

Auf Kommando wurde gewechselt. Der zweite Moderator des Abends, René Sufin, sorgte zwischen den Programmpunkten für laute Lacher und die richtige Überleitung, wenn die Umbaupause mal länger dauerte.

Schließlich wurde für einen Sketch von Michael Steinhauer, Markus Blaurock, Marco Eiche und Bernd Mausehund eine Baustelle samt Baugrube auf die Bühne gebracht. Das Publikum wurde Zeuge diverser Verwicklungen zwischen den beiden Bauarbeitern, ihrem Chef und der Baupolizei. Als mit einer großen Sprengung alles endete, wurde kräftig applaudiert.

Das gilt auch für den Schluss des über dreistündigen Programms, als DJ Fabian Ruch schwebend auf einem Petzi-Ball seinen großen Auftritt hatte. Und zum großen Finale kamen alle Mitwirkenden noch einmal auf die Bühne, ehe weitergefeiert wurde.

Von Alexandra Koch

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