Mario Darmann sucht für sein privates Ton- und Rundfunk-Museum noch Musik- und Jukeboxen, Volksempfänger und Co

Marktplatz: Immer auf der Suche nach Raritäten

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Im Reich der Volksempfänger, Transistorradios und Jukeboxen: Mario Darmann in seinem privat betriebenen Ton- und Rundfunk-Museum.

Von außen sieht alles noch unscheinbar aus, denn eigentlich ist Mario Darmanns kleines, aber feines Museum noch gar nicht eröffnet. Den einen oder anderen Besucher lässt er aber schon mal hineinschauen.

Was sich in seinem mitten im hochgelegenen Cornberg versteckten Haus offenbart, in dem noch in diesem Jahr ein privat betriebenes „Ton- und Rundfunk-Museum“ eröffnet werden soll, ist die reinste Schatztruhe. Zumindest für denjenigen, der einen Zeitabschnitt lang miterlebt hat, wie Musik per Grammophon oder per Rundfunk in die Wohnstuben gekommen ist, wie Schallplatten, Tonbänder, Musikkassetten oder CDs die Welt erobert und verändert haben. Bei Darmann kann man alles noch „analog“ anschauen, anfassen – kann man sich aussuchen, an welchem der nebeneinander ausgestellten „Volksempfänger“ man drehen und nach Sendern suchen will. Da erinnert man sich angesichts verschiedener, gut sichtbar präsentierter Röhren auch daran, dass Radios früher erst „warm werden“ mussten. Und wenn nach einer Minute immer noch „nichts kommt“, fällt einem ein, dass der jahrzehntelang auf dem Hohen Meißner stehende Mittelwellensender des Hessischen Rundfunks abgeschaltet und abgebaut worden ist – dass er gar keine Musik mehr senden kann. Natürlich weiß das auch Darmann, und deshalb versorgt er einen seiner alten Apparate jetzt auf „ultrakurzem“ Weg mit Musik.

Mario Darmann ist ein sehr geschickter Bastler

Sein ältester Volksempfänger ist knapp 80 Jahre alt. Wenn man ihn herumdreht, sieht man, wer ihn gebaut hat, wo die Erdleitung, wo das Antennenkabel hineingestöpselt werden musste, wie die Röhren angeordnet waren. Man kann erahnen, warum der 56-jährige, auch von Heimatgeschichte und alten Bildern begeisterte Tüftler zum Freak in Sachen Unterhaltungselektrik wurde. Sein geniales handwerkliches Geschick verführte ihn offensichtlich immer wieder dazu, in Scheunen abgestellte Musikboxen in Gang zu setzen und in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Die schönsten und originellsten hat er ausgestellt: unter anderem eine mit Musikkassetten bestückte Wurlitzer aus dem Jahr 1972. Die eine oder andere könnte er aber noch gut gebrauchen, und deshalb würde er sich freuen, wenn ihm recht viele, auch reparaturbedürftige, vorzugsweise in Gaststätten und Sälen aufgestellt gewesene angeboten würden. Dabei schweben ihm neben Wurlitzer-Jukeboxen auch Geräte von AMI, NSM, Rock Ola, Rowe, Seeburg und Wiegand, aber auch von Polymat aus der ehemaligen DDR vor.

Leidenschaftlicher Sammler

„Es gibt noch so viele, schöne, alte Geräte – auch Grammophone oder Radio-Empfangsgeräte – und die haben es einfach nicht verdient, auf dem Sperrmüll oder auf dem Elektroschrott zu landen.“, sagt der Cornberger, der vor 20 Jahren mit dem Sammeln angefangen hat. „Bei mir im Museum sind sie besser aufgehoben, und ich werde alles dafür tun, dass sie der Nachwelt erhalten bleiben.“

Bildergalerie

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Mario Darmanns ganzer Stolz ist übrigens eine mit CDs bestückte Jukebox von Rock Ola, Modell „Harley Davidson“. Voller Freude erzählt er: „Elvis Presley hatte auch so eine, allerdings ganz in Weiß.“ Ob das am Ende Roy Black gewusst hat?

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