Kommentar zur Neuausrichtung des HKZ: Nicht auf wackligen Beinen

Rotenburg. Das HKZ stellt sich neu auf und wird Teil eines wichtigen Uni-Klinik-Netzes von nationaler Bedeutung. Dazu ein Kommentar von HZ/HNA-Redakteur Lasse Deppe.

Ein Bundesminister ist beteiligt, ebenso ein Landrat, der sich selbst ein Ultimatum stellt: Die Bedeutung der Neuausrichtung am HKZ ist groß und mit ihr auch die Verantwortung der Beteiligten. Weder hochrangige Politiker noch renommierte Fachspezialisten würden jedoch ihren Ruf für ein Projekt riskieren, das auf wackeligen Beinen steht. Allem Anschein nach ist der Konzernleitung ein echter Coup geglückt, der das HKZ in Rotenburg auf Jahre sichern kann.

Dass ein Teil des HKZ-Personals angesichts der ungewissen Zukunft zuletzt verunsichert gewesen sei, gibt Geschäftsführer Ulrich Meier freimütig zu. Jetzt bekommen die Angestellten eine Menge Antworten auf ihre Fragen.

Doch wie schon bei der Fusion im Frühjahr gilt jetzt: Man darf keine Wunder erwarten, der Erfolg kommt nicht über Nacht. Spannend bleibt die Personalsituation: Noch immer fehlen Ärzte und Pflegepersonal. Als akademischer Lehrbetrieb steigt die Attraktivität des HKZ als Arbeitgeber. Vielleicht löst sich dieses Problem also schneller als gedacht.

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