Ort zum Krafttanken - Rotenburger Pfarrgemeinde feiert

Festlicher Einzug zum Pontifikalamt: Pfarrer Andreas Schweiner (vorn links) und Bischofssekretär Florian Böth gehen mit den Messdienern vor Weihbischof Karheinz Diez zum Altar. Fotos: Apel

Rotenburg. Der Besuch des Fuldaer Weihbischofs Karlheinz Dietz am Samstag war nach der Vier-Kirchen-Fahrt und der Rom-Fahrt der vorläufige Höhepunkt der Feierlichkeiten des Kirchenjubiläums. Vor 50 Jahren ist die katholische Kirche Christus-der-Erlöser in Rotenburg geweiht worden.

Wie 1966 Bischof Adolf Bolte ist auch Diez am späten Nachmittag ein gern gesehener Gast, der sich viel Zeit nimmt für Gespräche mit im Innenhof des Pfarrzentrums beieinander sitzenden Gemeindemitgliedern. Gemeinsam mit Pfarrer Andreas Schweimer und unterstützt vom Pflanzteam von Reinhold Kempf fällt ihm die Aufgabe zu, einige frisch gepflanzte Rosen „anzugießen“.

Geistlicher Höhepunkt des Besuches des Weihbischofs ist das von ihm, Bischofssekretär Florian Böth und Pfarrer Schweimer gestaltete Pontifikalamt. Als Diez fragt, wer denn schon die Weihe vor 50 Jahren miterlebt habe, meldet sich ein gutes Dutzend Gläubige - unter ihnen Helga Blaskow, die nach dem Krieg aus dem Sudetenland vertrieben wurde und die dann in Rotenburg eine neue Heimat gefunden hat. Sie freut sich über das lebendige Gemeindeleben, insbesondere der sonntägliche Kirchenbesuch ist ihr wichtig.

Das ist sicher ganz im Sinne von Pfarrer Schweimer („Unsere Kirche ist für die Menschen da. In ihr sollen sie Kraft tanken, Gott begegnen, dadurch selbst zu Kirche werden und andere Menschen an Gott erinnern!“) und Weihbischof Diez.

In seiner Ansprache vergleicht Diez den mit einem Kreuz bekrönten Rotenburger Glockenturm mit der Christusstatue hoch über Rio de Janeiro. Wenn Jesus seine Arme ausbreite und den Menschen weit entgegenstrecke, bekräftige er, dass er die Menschen erlöst habe und dass ihnen letztlich nichts mehr geschehen könne.

Nach der Feier der Eucharistie nehmen Sprecher der vor der Messe veranstalteten Workshops in den Fürbitten Bezug auf die mit Irene Lochner gemeinsam eingeübten Lieder, die zusammen mit Paul-Martin Jähde erstellten kleinen Kunstwerke, die mit Schwester Mirjam und Schwester Verena bedachten Bibelstellen und die in konstruktiv-kritischer Runde erörterten Probleme. Vor allem die Gesprächsangebote von Prof. Dr. Martin Tomberg und Bischofssekretär Florian Böth, die sich mit der Frage „Wie kann ich den Glauben an meine Kinder und Enkelkinder weitergeben?“ beschäftigt haben, waren auf großes Interesse gestoßen. Immer wieder wurde deutlich, dass Glaube vorgelebt werden muss, wenn er verinnerlicht werden soll.

Zu Beginn der Gesamtveranstaltung hatte Stadträtin Elvira Walter-Rosner die Glückwünsche der Stadt Rotenburg übermittelt, und Pfarrer Wilfried Altmüller hatte in seinem Grußwort an eine Weisheit des Rotenburger Paters Hubert erinnert: „Letztendlich kommt es nicht so sehr auf die Dogmatik an, sondern auf das Herz, das das Christentum lebt!“

Von Wilfried Apel

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