Vor sozialen Einrichtungen wird künftig langsamer gefahren

Kreis Hersfeld-Rotenburg begrüßt neue Tempo-30-Regelung

Hersfeld-Rotenburg. Tempo 50 vor Schulen, Kindergärten, Kliniken und Altenzentren: Das war einmal. Die Verkehrsminister der Länder haben kürzlich bei ihrer Konferenz auf Usedom eine neue Tempo-30-Regelung beschlossen.

Künftig soll vor Kitas und weiteren sozialen Einrichtungen generell Tempo 30 gelten. Schon ab Herbst könnte die Regelung in Kraft treten.

Im Kreis begrüßt man den Vorstoß. Allen voran Landrat Dr. Michael Koch: „Es ist wichtig, vor allem die Sicherheit vor Kindergärten und Grundschulen weiter zu erhöhen, denn Kinder sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer.“

Auch Reinhold Bleß, Vorsitzender der Kreisverkehrswacht, hält den neuen Beschluss für sinnvoll. Denn bei Einrichtungen wie Kitas oder Altenheimen sei generell eine Gefahrenzone gegeben. „Kinder sind noch nicht reif genug, um den Verkehr in seinem Umfang zu verstehen“, erklärt er das erhöhte Risiko.

Senioren seien ebenfalls betroffen. „Im Alter lässt alles etwas nach, auch die Hör- und Sehkraft. Darauf muss Rücksicht genommen werden.“ Mit der neuen Regelung werde das nun gemacht, so Bleß.

Die Leiterin des Staatlichen Schulamts in Bebra, Anita Hofmann, stimmt Bleß zu. Zwar gebe es im Kreisgebiet schon viele Schulen, die in einer Tempo-30-Zone liegen, doch längst noch nicht alle.

Dass Tempo 30 aber nicht gleich Tempo 30 heißt, davon kann Arabella Kienel erzählen, Leiterin des Seniorenzentrums Residenz Ambiente am Bad Hersfelder Kurpark. Dort gilt 30 als Höchstgeschwindigkeit, doch nur wenige Autofahrer halten sich daran.

Kienels Meinung nach hilft das Tempolimit ein wenig, doch das Problem des schnellen Fahrens vor sozialen Einrichtungen sei damit nicht gelöst. Hier wünscht sie sich mehr Einsatz von der Polizei, die die Einhaltung der 30 Stundenkilometer überprüft und bei Nichteinhaltung auch reagiert. zum tage,

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Rubriklistenbild: © picture-alliance / dpa

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