Kreistag in Hersfeld-Rotenburg entscheidet über HKZ-Bürgschaft

Hersfeld-Rotenburg. Der Kreistag muss in seiner Sitzung am Montag über eine Bürgschaft in Höhe von acht Millionen Euro für das Herz- und Kreislaufzentrum in Rotenburg entscheiden. Hintergrund ist die geplante Umwandlung des HKZ von einer Kommanditgesellschaft in eine GmbH.

„Dies ist Voraussetzung, um zwischen dem Klinikum und seiner Tochter HKZ problemlos Personal und Waren austauschen zu können und hat zudem steuerrechtliche Vorteile“, erläutert Landrat Dr. Michael Koch auf Anfrage unserer Zeitung. Bis zum Jahr 2017 soll dann der ganze Klinikkonzern in eine gemeinnützige GmbH umgewandelt werden. Voraussetzung für diese Umwandlungen ist, dass das HKZ ein positives Eigenkapital von mindestens einer Million Euro aufweist. Die restlichen sieben Millionen Euro, für die der Kreis nun bürgen soll, sind zur Tilgung von Alt-Schulden des HKZ gedacht, die vor der Übernahme durch das Klinikum Bad Hersfeld aufgelaufen sind.

„Wir haben seit der Übernahme das Defizit zwar verringern können, aber auch für das Jahr 2016 wird es am HKZ noch kein positives Ergebnis geben“, sagt Koch. Der Kreishaushalt werde durch die Bürgschaft für den Kredit, den das Klinikum für seine Tochter HKZ aufnimmt, nicht belastet. Das Klinikum könne dadurch aber günstigere Konditionen am Kapitalmarkt erreichen, so Koch.

Rubriklistenbild: © Schankweiler-Ziermann, Gudrun

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