K+S darf auf Gemeindegrund planen – Kritik an Bevormundung

Ludwigsau macht Weg für Laugenleitung von K+S frei

Hersfeld-Rotenburg. Gute Nachrichten für K+S: Die Gemeindevertretung von Ludwigsau hat die Aufhebung des „Betretungs- und Nutzungsverbots" von kommunalen Wegen und Grundstücken beschlossen.

Damit ist nun der Weg für K+S frei, um mit den Planungen für eine Laugen-Pipeline zu beginnen.

Für die SPD berichtete Heino Stange von Gesprächen in guter Atmosphäre und umfassenden Informationen durch den Düngemittelkonzern. „Wir wollen natürlich, dass K+S Umweltstandarts einhält, und wir wollen auch, dass die Arbeitsplätze im Werratal erhalten bleiben“.

Stange erinnerte daran, dass man K+S seinerzeit nur deshalb den Zutritt verweigert habe, um damit ein Zeichen des Protests zu setzen. „Wir wollen nicht länger von Großunternehmen wie dumme Jungs behandelt werden“, sagte er und spielte damit vor allem auf den Bau der Stromtrassen und Windkraftanlagen an. Ludwigsau fühlt sich bei diesen Planungen, die teils gravierende Auswirkungen auf die Gemeinde haben, nicht ausreichend beteiligt.

Auch Stephan Braun (Bürger für Ludwigsau) erklärte, K+S habe keine Frage unbeantwortet gelassen. Angesichts der derzeitigen Entsorgungsengpässe im Werratal sei die Laugen-Pipeline vielleicht die einzige Alternative.

K+S reagierte „dankbar“ auf den Beschluss der Gemeinde. „Angesichts des sehr anspruchsvollen Zeitplans für das Projekt wünschen wir uns, dass die Gremien anderer Kommunen und Kreise sich diesem Beispiel anschließen“, so K+S-Sprecher Ulrich Göbel. Die Entscheidung über den Zugang zu öffentlichem Flächen dürfe nicht zum Gegenstand politischer Grundsatzdiskussionen werden.

In Ludwigsau hofft man, dass sich K+S im Gegenzug an der „örtlichen Strukturförderung“, so etwa an einem Radweg durch das Rohrbachtal, beteiligen wird.

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