Martin Knauff sieht Einkaufsstadt Bad Hersfeld unter Druck

Verbandschef: Der Handel muss hellwach sein

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Martin Knauff, hier noch im Modecentrum Sauer.

Hersfeld-Rotenburg. Der Einzelhandel im Landkreis Hersfeld-Rotenburg kann sich trotz gesunkener Umsätze gegen die Konkurrenz aus dem Internet behaupten – wenn auf die neuen Herausforderungen positiv reagiert wird. „Der Handel muss hellwach sein und sich als Entertainment begreifen“, sagt Martin Knauff, Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes Hessen Nord, und Geschäftsmann in Bad Hersfeld.

Volumenverluste von mehr als 20 Prozent in den letzten drei Jahren seien bundesweit zu verzeichnen gewesen, erläutert Knauff, doch zuletzt habe sich die zunächst gegenläufige Entwicklung von stationärem und Online-Handel in parallelen Wellenbewegungen angeglichen.

Bad Hersfeld unter Druck

Die Einkaufsstadt Bad Hersfeld sieht der Verbandschef dabei unter gewissem Druck, weil das bisherige Komplettangebot durch Geschäftsaufgaben in Randbereichen wegzubrechen drohe. „Wenn die kleinen Einheiten fehlen, besorgt sich der Kunde den Ersatz im Netz“, sagt Knauff. Und einmal online werde dann auch weitergeklickt, sieht er hier eine „sehr gefährliche Situation“. In kleineren Städte wie Rotenburg, Bebra, Heringen oder Hünfeld sei die Marktbereinigung durch das Internet schon vorbei und die Geschäftslage relativ stabil. „Dort, wo etwas passiert, geht es sogar wieder aufwärts,“ spricht Knauff von lohnendem Engagement der örtlichen Akteure.

In Bad Hersfeld könne dies aber nicht alleine von den Mittelständlern bewerkstelligt werden, warnt Knauff, denn der Anteil der Filialisten, die sich an Gemeinschaftsaktionen nur selten beteiligen, liege hier schon bei 55 Prozent. Hier seien Stadtmarketing und regionales Marketing gefragt.

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