Werbung für Bad Hersfeld und die Stiftsruine

Kriminalroman von Gertraude Selzer spielt auch in Hönebach

Ihre Romane schreibt Gertraude Selzer als Hobby. Im wahren Leben arbeitet die 64-Jährige in einer kleinen Werbeagentur. Öffentliche Lesungen sind nicht ihr Ding. Fotos: Alexandra Koch

Hersfeld-Rotenburg. Ein bisschen hat Gertraude Selzer bei ihrem Krimi „Tod im Salz" gemogelt. „Heubach" heißt das Dörfchen in Osthessen, in dem ein großer Teil ihres neuen Romans spielt. Aber jeder, der in unserer Region zu Hause ist, merkt sofort: Es kann sich nur um den Wildecker Ortsteil Hönebach handeln.

„Wenn ich die Handlung in Dörfern spielen lasse, verändere ich den Namen etwas, aus Rücksicht auf die Einwohner“, erzählt die Autorin, die in Frankfurt wohnt. „Aber natürlich sind die Handlung und die Personen frei erfunden.“ Auch Rotenburg, Bebra und Bad Hersfeld sind Stationen in dem Krimi. Die Namen der Städte änderte sie nicht.

Langer und Korp ermitteln

Der Erfolgsautor Boris Kemper steht im Mittelpunkt dieses neuen Falls mit den Kommissaren Langer und Korp von der Frankfurter Mordkommission. Kemper muss einem alten Freund helfen, mit der Vergangenheit abzuschließen und den Tod eines geliebten Menschen aufzuklären.

Tod im Salz

Der Krimi fängt schon unterhaltsam an mit der Fahrt von Kommissar Langer und seiner Frau Gerda ins Osthessische. Sie landen in Rotenburg „in einem ruhigen Landhotel im letzten Zipfel Hessens“. Ihre „Sightseeingtour“ starten sie dann in der historischen Altstadt von Rotenburg. Schnell verlässt der Krimi die ruhigen Fahrwasser und gelangt in die Strudel der spannungsreichen Tätersuche. Man sollte den Roman allerdings in einem Rutsch lesen, um den Faden nicht zu verlieren, weil es schon ein bisschen drüber und drunter geht im eigentlich beschaulichen Heubach.

Das Schöne an dem Buch ist auch, dass die Autorin neben Mord und Totschlag die Leser durch die Beschreibung der Gegend einlädt, dieses Fleckchen Erde kennenzulernen. So macht Gerda Langer Werbung für Bad Hersfeld: „Stiftsruine, Altstadt. Richtig schön gegessen. Da gibt es ein wunderbar interaktives Museum in einer alten Fabrik...“

Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Gern folgt man Gerda und Paul Langer bei ihren ehelichen Kabbeleien: „Gerda Langer war geschlagen mit einem Ehemann, der trotz ihrer ständigen Bemühungen - oder vielleicht auch gerade deshalb - zu den unordentlichsten Menschen gehörte, die sie jemals kennengelernt hatte.“ Ein bisschen hat sich die Autorin auch aus den Szenen ihrer eigenen Ehe abgeschaut.

„Das war Wahnsinn“

Die 700-Jahr-Feier in Hönebach hat die 64-Jährige inspiriert, ihren neuen Krimi auch in dem Dorf spielen zu lassen. „Was die Hönebacher da auf die Beine gestellt haben, war Wahnsinn“, berichtet Gertraude Selzer. Einen weiteren Anstoß gaben ihre Schwester Martina und ihre Nichte Kaya.

Auch wenn Gertraude Selzer eine Großstadt in der Nähe braucht, kommt sie immer wieder gern ins Osthessische. „Ich genieße dann die Ruhe“, sagt sie. Und den Blick in den Himmel. „Wegen der Lichtverschmutzung sieht man in den Großstädten oft die Sterne schon nicht mehr. Hier in Hönebach sieht man jeden einzelnen von ihnen.“

„Tod im Salz“ - Ein Kriminalroman aus Hessen, 276 Seiten, Pintas Verlag, 9,90 Euro,

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.