Hoffnung auf baldige Versenkerlaubnis schwindet

K+S: Im Kalirevier geht die Kurzarbeit weiter

Philippsthal. Im Kalirevier an der Werra ist kein Ende der Kurzarbeit in Sicht. Derzeit wird nur in Wintershall gearbeitet, in Hattorf geht wenigstens die Bittersalzproduktion weiter.

„Wir gucken jeden Tag zuerst auf den Werra-Pegel“, sagt K+S-Sprecher Ulrich Göbel. Die derzeitigen Niederschlagsprognosen aber machten keine Hoffnung auf ein baldiges Wiederhochfahren der Werke.

Die Unsicherheit über die Zukunft von K+S sei überall spürbar. „Die Stimmung ist nicht gut, die Mitarbeiter sehen keine Bewegung“, sagt Göbel. Hinzu käme, dass die Mitarbeiter durch die Kurzarbeit deutliche finanzielle Einbußen haben. Langsam schwinde zudem die Hoffnung, dass es wie vom Regierungspräsidium angekündigt noch im Sommer die erhoffte Verlängerung der Versenkerlaubnis gibt, so Göbel.

Solange diese nicht vorliegt, ist K+S auf die Einleitung von Salzlauge in die Werra angewiesen. Die Mengen sind vom jeweiligen Wasserstand abhängig. Grund für die Verzögerung bei der Versenkerlaubnis sind laut Göbel die aufwändigen Rechenläufe am sogenannten Drei-D-Modell.

Deshalb prüfe man derzeit andere Lösungswege. Unterdessen wurden die Führungskräfte an der Werra über die derzeitige Situation informiert. Sie sollen mit ihren Mitarbeitern reden. „Wir wollen einen Dialog in Gang bringen“, sagt Göbel.

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