Ein langer Weg bis zum Ehejubiläum in Imshausen

Damals und heute: Änne und Hans Hakel 1956 und 2016. Foto: nh

Imshausen. Eigentlich wollte er nie nach Imshausen und doch feiert er dort heute Diamantene Hochzeit: Bis Hans Hakel seine Änne traf und sie 1956 heiratete, war es jedoch ein langer Weg.

Bitterkalt war es, als der heute 82-Jährige nach dem Krieg seine Heimat Petersdorf in Schlesien verlassen musste. Zunächst ging es nach Oberfranken in Bayern. Erst als es seine Eltern nach Solz verschlug, kam auch er nach Hessen. Auf deren Wunsch begann er eine Malerlehre.

Die 81-jährige Änne Hakel ist gebürtige Imshäuserin und arbeitete als Hauswirtschafterin. Kennengelernt haben sie sich in der Spinnstube in Imshausen. Sie heirateten im Ort und wandelten den elterlichen Bauernhof in einen Vollerwerbs-Betrieb um. „Harte Arbeit“, betonen beide, „aber auch eine schöne Zeit“.

60 Jahre ist die Hochzeit nun her, und heute sind sie vor allem dankbar, dass sie diesen Tag gemeinsam erleben dürfen. Beide sind gesundheitlich angeschlagen. Auch wenn sie den Alltag noch weitestgehend alleine meistern, freuen sie sich über die Hilfe ihrer drei Kinder und zwei Enkel. Ihre gemeinsame Zeit verbringen sie gerne in der Natur und „wie wir gerade können“ auf Reisen.

Vor zwei Jahren bereisten sie erstmals Hans’ ehemalige Heimat und fanden sogar sein Elternhaus wieder. Ein ergreifender Moment. Aber zu Hause ist er nun doch in Imshausen, auf einer Bank im Garten, bei seiner Änne.

Von Gabriel Knierim

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