Minigolf mal ganz anders: Freizeitgelände grünes Band in Richelsdorf wird neu gestaltet

Naturnahe Gestaltung: Wildecks Bürgermeister Alexander Wirth, links, und Architekt Albert Hess stellten den Stand der Bauarbeiten auf dem grünen Band in Richelsdorf vor. Auf dem Foto ist eine der neuen Minigolfbahnen zu sehen. Als Hindernisse stehen darauf Natursteine und Holzelemente. „Das wird ein schönes Gelände und ein Gewinn, nicht nur für die Richelsdorfer, sondern für alle Wild-ecker“, betonte Bürgermeister Wirth. Fotos: Meyer

Richelsdorf. Derzeit wird auf dem Freizeitgelände grünes Band in Richelsdorf eifrig gewerkelt. Dort soll bis Herbst eine Minigolfanlage mit Grünstreifen entstehen.

Für den Architekten Albert Hess ist die Neugestaltung des grünen Bandes in Richelsdorf eine Herzensangelegenheit. „Die Liebe wurde immer stärker“, sagt Hess. Und das, obwohl er aufgrund geringerer Mittel bei der Planung abspecken musste. Im Mai haben die Arbeiten dort begonnen, im Herbst sollen sie abgeschlossen sein.

Ein solcher parkähnlicher Grünstreifen mitten im Dorf, das sei etwas ganz Besonderes und Seltenes, sagt Hess. Der momentane Anblick der Baustelle Minigolfanlage lässt erahnen, wie das fertige Gelände einmal wirken wird: ein eleganter und ungewöhnlicher Minigolfplatz mit viel Grün.

Die Bahnen sind schon fertig, dazwischen pflastern Männer die Wege. Die Nähe zur Natur war das Leitmotiv des Architekturbüros, sagt Hess. Die Bezeichnung „grünes Band“ hat er beim Namen genommen. Der Grünstreifen zieht sich entlang des Weihebachs vom Feuerwehrgerätehaus bis hoch zur Freizeitanlage mit Schutzhütte.

Die Bahnen sind keine typischen Minigolfbahnen mit klassischen Hindernissen, sondern unregelmäßige, leicht wellige Felder auf hartem, grünem Untergrund, auf denen als Hindernisse Natursteine oder Holzelemente stehen. Leichte Hügel mit Kunstrasen fassen die Bahnen ein.

Trimmgeräte für Senioren

Gespielt wird mit echten Golfschlägern, erklärt Hess, der sich von Minigolfplätzen in Süddeutschland hat inspirieren lassen. Viele dieser Art gebe es in Deutschland nicht. Die mit Natursteinen gepflasterte Fassung eines kleinen Wasserlaufs zwischen den Feldern ist auch schon fertig.

Die beiden anderen Schwerpunkte der Umgestaltung sind die Erneuerung des Kiosks, der bereits mit Holz verkleidet und erweitert ist, sowie der Spielplatz, der bislang noch ein verwildertes Gelände mit nur einem Spielgerät ist. Daraus soll ein Abenteuerspielplatz werden mit einer in den Hang integrierten Rutsche. Die Kürzung der Zuschüsse zwang die Planer zum Umdenken: Der Minigolfplatz umfasst jetzt zehn statt 18 Bahnen. Den Innenausbau des Kiosks werden die Richelsdorfer in Eigenleistung erbringen.

Die Sanierung der Grillhütte fällt weg, ebenso der Bau eines Boule-Feldes. Allerdings sollen neben dem Minigolfplatz Trimmgeräte für Senioren aufgestellt werden.

Projekt der Dorferneuerung:

Die Neugestaltung des grünen Bandes ist das letzte Projekt des Dorferneuerungsprogramms in Richelsdorf, zu dem auch die Erweiterung und Sanierung der Weißberghalle gehört. Für das grüne Band war ursprünglich ein Budget von 350.000 Euro vorgesehen, das aufgrund knapper Kassen auf 232.000 Euro zusammengeschmolzen ist. Davon übernimmt die Gemeinde etwa 90.000 Euro, der Rest stammt aus dem Dorferneuerungsprogamm.

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