Mann vor Lkw geschubst: 15 Monate Haft für Asylbewerber

Fulda. Zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten hat die Jugendstrafkammer des Fuldaer Landgerichts einen 21 Jahre alten Asylbewerber aus Somalia verurteilt.

Der 21-Jährige hatte in Bad Hersfeld einen 50-Jährigen im Streit auf die Straße geschubst, sodass der Mann beinahe von einem Laster überfahren wurde.

Die Strafe wegen gefährlicher Körperverletzung, versuchter räuberischer Erpressung, Bedrohung sowie fahrlässigen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr in Tateinheit mit Körperverletzung wurde in dem mehrtägigen Prozess nach Jugendrecht verhängt und zur Bewährung ausgesetzt.

Staatsanwältin Lambiel hatte den in Ronshausen lebenden Somali ursprünglich wegen versuchten Totschlags angeklagt.

Der Vorfall hatte sich am 3. Juli vergangenen Jahres in Bad Hersfeld im Bereich des Schilde-Parks ereignet. Die beiden alkoholisierten Streithähne waren aneinander geraten, weil der 50-Jährige gegen Ausländer gepöbelt und sein Geschlechtsteil gezeigt haben soll.

Vier Tage zuvor hatte der Angeklagte im Fachdienst Migration der Kreisverwaltung eine Sachbearbeiterin mit den Tode bedroht und Bargeld verlangt. Am selben Tag ging der Somali im Asylbewerberheim an der Wehneberger Straße in Bad Hersfeld bei einer Geldforderung ein weiteres Mal so rabiat vor.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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