Beuteltier hüpfte seinem Besitzer am 27. August davon

Fritz ist wieder da: Ausgebüxtes Känguru aus Weißenhasel ist wohlauf

Weißenhasel. Gute Nachrichten aus dem Nentershäuser Ortsteil Weißenhasel: Das am 27. August ausgebüxte Känguru Fritz ist wieder zurück.

Aktualisiert um 11.15 Uhr

Wie die Polizei Rotenburg mitteilt, konnte das Beuteltier am Montagabend gegen 21 Uhr in Weißenhasel von einer Tierärztin betäubt und eingefangen werden. 

Mittlerweile befindet sich Fritz wieder in der Obhut seines Besitzers Heiko Ullrich. Da der Freiheitsdrang des Tieres aber Ullrich vermutlich auch in Zukunft Probleme bereiten wird, überlegt der 32-Jährige Fritz in einem Tierpark oder einer anderen zoologischen Einrichtung unterzubringen. 

Weitere Angaben wollte Ullrich nicht zum Einfangen des Kängurus machen. Der Medienrummel um Fritz’ Verschwinden in der vergangenen Woche habe ihm und seiner Familie sehr zugesetzt, erklärt die Mutter des Kängurubesitzers auf Nachfrage unserer Zeitung. Daher werde es keine weiteren Interviews und Fotos vom Tier geben,

„Es wurde im Internet viel unschönes geschrieben. Wir haben sogar anonyme Briefe bekommen, in denen mein Sohn beschimpft wurde, er würde das Känguru nicht richtig halten“, begründet Ullrichs Mutter die Entscheidung zur Mediensperre.

Die Familie sei jetzt einfach nur froh, dass es Fritz gut gehe und dass das Känguru keinen Unfall verursacht habe. „Wir hatten unglaubliche Angst, dass jemand durch das Tier zu Schaden kommen könnte, erkärt die ältere Dame.“ Ihr Sohn habe nächtelang nicht schlafen können. Stattdessen war er auf der Suche nach seinem Känguru und habe sich etliche Stunden im Wald aufgehalten

Als den Ullrichs dann mitgeteilt wurde, dass das Känguru in der Nähe eines Waldstücks in Weißenhasel gesichtet worden ist, machte sich Fritz' Besitzer gleich auf den Weg dorthin. Allerdings war das Tier zu scheu, um sich einfangen zu lassen. Am nächsten Abend versuchte es Ullrich noch einmal und ging zur selben Stelle zurück. Und tatsächlich, das Känguru war auch wieder da.

Ullrich fackelte nicht lange, rief die Tierärztin an, die das Känguru vorschriftsmäßig betäubte und daraufhin einfangen konnte. Jetzt müsse endlich wieder Ruhe einkehren, meint Ullrichs Mutter. Ihr Sohn solle sich wieder auf seine Arbeit als Produktionstechniker bei den Conti-Werken in Bebra konzentrieren und sich erholen. Denn die ganze Geschichte habe ihrem Sohn Heiko mehr zugesetzt als dem Känguru, vermutet die besorgte Mutter. Im Gegensatz zu ihrem Sohn, der übernächtigt ist, sei das Känguru in einem sehr guten Zustand und wohlauf.

Rubriklistenbild: © dpa

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