Wahlprüfsteine Nentershausen: Gute Wege in die Zukunft

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Die Straßen und Wege sind ein wichtiges Thema in Nentershausen: Die Straße Reichenberg bei Dens ist dringend sanierungsbedürftig (Foto links). Mittlerweile gibt es einen Wanderweg zwischen Weißenhasel und der Grenze zu Sontra, der auch von Radlern genutzt werden kann. Der Bau eines richtigen Radweges steht aber noch aus.

Nentershausen. Vor der Kommunalwahl am 6. März stellen wir für jede Gemeinde Wahlprüfsteine auf und erklären, wie Parteien die wichtigsten Themen vor Ort anpacken wollen.

Die CDU in Nentershausen hat es nicht leicht. Sie stemmt sich seit Jahren gegen die klare Mehrheit der SPD im Parlament. Engagierte, sehr sachliche Diskussionen, sind das Markenzeichen dieser Gemeindevertretung. Auch wenn die Parteien in vielem übereinstimmen, bleibt genügend Zündstoff.

Welche konkreten Projekte sollten nach Ansicht der Parteien in Nentershausen angepackt werden?

Sowohl SPD als auch CDU haben klare Vorstellungen, wie es in den nächsten fünf Jahren weitergehen soll.

Die SPD will sich für den Ausbau des Radweges von Nentershausen nach Sontra einsetzen und dafür Geld aus dem kommunalen Investitionsprogramm nutzen. Wichtige weitere Ziele sind für die Sozialdemokraten die Absicherung der ärztlichen Versorgung, der Ausbau der Infrastruktur in den kleinen Ortsteilen durch die Nutzung des neuen Dorferneuerungprogramms, die Sanierung von Gemeindestraßen und die weitere Unterstützung der touristischen Entwicklung.

Sichere Arbeitsplätze stehen ganz oben auf der Liste der CDU. Weitere Ziele der Christdemokraten sind: eine verantwortungsvolle Finanzpolitik, die Stärkung der Infrastruktur, die Sanierung der Straßen, der Lückenschluss des Radweges, der Erhalt der Grundschule, die Sicherung der ärztlichen Versorgung und die Dorferneuerung.

Für das Feriendorf steht die Entscheidung an: Ausbau der touristischen Vermarktung oder Außenstelle Flüchtlingsunterkunft Sontra. Welche Nutzung halten die Parteien für die bessere?

„Die Betreiber des Feriendorfes werden die Entscheidung treffen, die sie für richtig halten. Es obliegt nicht der SPD, in irgendeiner Form darauf Einfluss nehmen zu wollen“, schreibt die SPD kurz und bündig. Fraktionschef Kurt Gawletta, der auch Ortsvorsteher ist, hatte sich in den vergangenen Monaten mit dem Thema bereits intensiv auseinandergesetzt.

„Ein starker Staat wie Deutschland ist verpflichtet, Menschen in lebensbedrohlicher Situation zu helfen“, schreibt die CDU zu diesem sensiblen Thema. Es sei richtig, dass der Betreiber letztendlich selbst entscheidet, welche Richtung eingeschlagen wird. Für den Betrieb einer Erstaufnahmeeinrichtung müssten jedoch Rahmenbedingungen hergestellt sein, die der Betreiber nicht allein herstellen könne. „An dieser Stelle wären zunächst übergeordnete politische Einrichtungen gefragt.“ Die CDU ist der Meinung, dass Städte die bessere Ausstattung für den Betrieb einer Erstaufnahmeinrichtung haben. „Schaut man in die Zukunft, ist die Ausrichtung des Feriendorfes auf einen touristischen Betrieb eindeutig nachhaltiger.“ Denn es sei allen asylsuchenden Menschen auch gegönnt, dass sie so schnell wie möglich in ihre friedliche Heimat zurückkehren können.

Wird in Nentershausen genug für die Jugend getan?

Die Kirche hat eine Jugendarbeiterin für Nentershausen und Wildeck eingestellt. „Die Stelle der Jugendpflegerin ist dem Beitritt zum kommunalen Schutzschirm zum Opfer gefallen“, schreibt die CDU. Das sei sehr bedauerlich. Die CDU wolle aber die Arbeit in den Vereinen unterstützen. Dort lernten Kinder und Jugendliche soziale Kompetenz.

Die Streichung der Stelle der Jugendbetreuerin fiel auch der SPD nicht leicht. Sie sei aber unabwendbar gewesen. „Jugendbetreuung findet derzeit in der Gemeinde Nentershausen überwiegend in den 48 Vereinen statt“, betont die SPD. „Für diese Arbeit sind wir sehr dankbar und wollen unsere Vereine auch in Zukunft intensiv unterstützen und somit einen großen Beitrag für die Jugendarbeit leisten.“ Auch der Kirche sei die SPD für ihren Einsatz dankbar.

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