Neue Brücke für Blankenheim scheint nun doch möglich

Schwere Schlepper dürfen hier nicht über die Fulda fahren: Die Brücke bei Blankenheim, die auf dem Radweg 1 auch von vielen Radfahrern benutzt wird, ist gesperrt für Fahrzeuge ab drei Tonnen. Foto: Schäfer-Marg

Bebra. Für die marode Fuldabrücke bei Blankenheim zeichnet sich eine Lösung ab: Sie könnte nun bald saniert werden. Einstimmig beschlossen die Stadtverordneten jetzt, einen Antrag auf Förderung beim Land Hessen zu stellen.

Laut Information vom Amt für Bodenmanagement Homberg besteht die Möglichkeit der Förderung von Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen mit ländlichem Charakter. 65 Prozent der Kosten für den Brückenneubau würden vom Land übernommen.

Das Planungsbüro Battenberg & Koch, das die Kosten für Sanierung, Umbau und Ersatzneubau ermittelt hat, rechnet mit 1,45 Mio. Euro für eine neue Brücke, die 50 Tonnen tragen könnte. Bei dieser Variante müsste die Stadt selbst rund 510 000 Euro übernehmen.

Die sanierungsbedürftige Brücke, über die vor allem Landwirte, Radfahrer auf dem R1 und Sportler auf dem Weg zum Fußballplatz fahren, darf zurzeit nur von Fahrzeugen unter drei Tonnen benutzt werden. Landwirte müssen weite Umwege fahren, um auf ihre Felder jenseits der Fulda zu gelangen.

Es sei keine Frage, dass eine neue Brücke gebraucht werde, sagte Liane Ursprung-Hollstein für die CDU-Fraktion. Sie wies auf die derzeit eingeschränkte Nutzung hin, von der neben den Landwirten auch die Rettungsdienste und die Müllabfuhr betroffen seien. Dank der Zuschüsse bekämen die Blankenheimer nun eine perfekte Brücke, die die Stadt aber auch viel koste.

Ursprung-Hollstein merkte an, dass es sich um den Fördertopf für den Wirtschaftswegebau handele, eine hessische Agrarsubvention. Von dieser profitiere der gesamte ländliche Raum. Es werde viel Geld für wenige Nutzer ausgegeben, meinte hingegen Kurt Wenderoth-Wegener (SPD). Der derzeitige Zustand mit weiten Umwegen sei kein Zustand, erklärte dagegen Klaus Reifschneider (FWG). Das meinte auch Bürgermeister Uwe Hassl, der zudem auf die hohen Anforderungen des Naturschutzes hinwies. Er meinte, man solle bedenken, „was uns allen in den Schoß gefallen ist“.

Damit meinte er nicht nur das vom Land erwartete Geld für die Brücke, sondern auch die 1,7 Millionen Fördermittel für finanzschwache Kommunen (wir berichteten).

Der Antrag auf Förderung muss noch in diesem Monat gestellt werden. Aus Gründen des Naturschutzes wird sich der Bau über einen längeren Zeitraum hinziehen. Auch eine Bürgerinformation ist noch geplant.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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