Blumensteinschüler stehen im Bundesfinale von „Jugend gründet“

Zwei Nerds wollen in Obersuhl hoch hinaus

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Zwei Nerds auf Erfolgskurs: Jascha Mähler und Jonas Mötzing stehen im Bundesfinale des Wettbewerbs „Jugend gründet“. Das Wort Nerd stammt aus dem umgangssprachlichen amerikanischen Englisch und bezeichnet äußerst computeraffine Menschen.

Obersuhl. Jonas Mötzing und Jascha Mähler sind gerade mal 16, doch die beiden Zehntklässler der Blumensteinschule Obersuhl haben schon jetzt ein vielversprechendes Geschäftsmodell entwickelt, mit dem sie es bis ins Bundesfinale des Wettbewerbs „Jugend gründet“ geschafft haben.

JM² Solar Panel Logistik Recycling nennt sich das simulierte Jungunternehmen der beiden Schüler, dessen Name sich aus den Initialen von Mötzing und Mähler sowie der Kernidee des Geschäftsmodells zusammensetzt. Diese fußt auf einem neuartigen Konzept zum Recycling ausgedienter Solarmodule, mit dem Ziel der Wiederverwertung der Rohstoffe, vor allem des kostbaren Siliciums. „Recycling ist ein wichtiges Thema und der Markt für Rohstoffe ist unersättlich“, erklärt Mähler das Zustandekommen der Idee. 

Was die Perspektive ihrer Idee anbelangt, erinnert Mötzing an große Unternehmen, die auch mal klein angefangen haben: „Da kommen zwei Nerds mit irgendeiner Idee, an die anfangs keiner geglaubt hat und die dann doch groß rausgekommen sind.“ Reise ins Silicon Valley Mit ihrem Recycling-Konzept treten sie am 16. und 17. Juni in Wolfsburg gegen neun andere Teams aus ganz Deutschland an. 

Mötzing und Mähler sind die einzigen Gesamtschüler in der als Messe angelegten Finalrunde. In Wolfsburg gilt es, eine Jury mit Experten aus verschiedenen Wirtschaftszweigen davon zu überzeugen, virtuelles Geld in die eigene Geschäftsidee zu investieren. Wer innerhalb von acht Minuten die meisten Juroren von einer Investition überzeugen kann, gewinnt nicht nur den Wettbewerb, sondern auch eine Reise nach Kalifornien, in die Gründeroase Silicon Valley. 

Ob sich die Beiden Chancen im Finale ausrechnen? „Definitiv!“, schießt Mötzing selbstbewusst nach vorne. „Warum sollten wir hinfahren, wenn wir nicht gewinnen wollen?“, bestätigt Mähler. Auch Lehrerin Grit Niebergall rechnet den jungen Gründern in Wolfsburg Chancen aus. Niebergall leitete den Kurs „Schulfirma“ mit 19 Schülern, die acht Projekte erarbeitet haben. Für sie stehe dabei vor allem die Verbindung von Kreativität und Wirtschaft im Vordergrund. Sie glaubt, dass es den Schülern gut tue, „durch solche Projekte über den Tellerrand zu schauen.“

Große Erfolge 

Egal, wie das Finale in der nächsten Woche verläuft, schon jetzt können Mötzing und Mähler auf große Erfolge zurück und auf eine verheißungsvolle Zukunft in der Wirtschaft vorausblicken. Ab Sommer besuchen beide die elfte Wirtschaftsklasse in Bebra. Bei einem weiteren Wettbewerb, Startup Teens, sind sie mit ihrem Projekt gerade unter den besten fünf in ganz Deutschland gelandet und können nun auf die Finalteilnahme in Berlin hoffen.

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