Pächter für Alheimer-Hütte gesucht

Hier wird gearbeitet: Hans Ulrich Gerlach, Hans Krüger und Rolf Gerlach, von links, erneuern derzeit die Küche in der Alheimer-Hütte. Ein neuer Pächter könnte also gleich loslegen. Fotos: Schäfer-Marg

Rotenburg. Vor zwei Jahren haben die Rotenburger Brüder Hans-Ulrich, Rolf, Klaus und Michael Gerlach die Alheimer- Hütte gekauft - einfach um ein Stück Heimat zu bewahren. Jetzt suchen die Brüder einen neuen Pächter für das historische Kleinod, das seit 1910 massiv am Fuße des höchsten Berges im Altkreis Rotenburg steht und beliebtes Ausflugsziel ist.

Zurzeit wird kräftig gewerkelt in der Hütte: Rolf und Uli Gerlach erneuern gemeinsam mit ihrem Freund Hans Krüger die Küche. Bereits kurz nach dem Kauf hatten sie den Gastraum saniert. Wichtig ist ihnen, die Hütte in ihrem authentischen Stil zu erhalten, dabei aber modernen Erfordernissen anzupassen.

Mit ihrem früheren Pächter sei es zu Meinungsverschiedenheiten über die Ausübung des Pachtvertrags gekommen, erzählen die Brüder. Mit einem Interessenten aus der Rotenburger Gastronomie waren sie sich zwischenzeitlich praktisch handelseinig geworden, doch zog dieser kurzfristig zurück. So ganz verstehen können die Brüder dies nicht, denn sie sind sicher, dass man mit der Hütte Geld verdienen kann - wenn man den Betrieb mit Herzblut und Engagement aufnimmt.

Die Alheimer-Hütte liegt an bekannten Wanderwegen: Ars Natura und die Wildbahn sowie kleinere Wanderwege der umliegenden Gemeinden führen daran vorbei. Vom Herz- und Kreislaufzentrum aus kann man sie gemütlich in einer Stunde zu Fuß erreichen. Außerdem ist sie die meiste Zeit des Jahres auch mit dem Auto erreichbar.

Nicht umsonst wird die Hütte auch von vielen ehemaligen Rotenburgern zu Klassentreffen oder anderen Feiern gebucht - sie hat schlicht ein positives Image bei Einheimischen und inzwischen auch auswärtigen Ausflüglern. Dafür haben auch die früheren Eigentümer, Familie Jedamski, gesorgt, die die Hütte selbst betrieben hatte, aber aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste.

Den Mythos des urigen Treffpunkts möchten die Gerlach-Brüder auch weiterhin gewahrt wissen und leisten als Eigentümer ihren Beitrag, indem sie in das Gebäude investieren.

Von Silke Schäfer-Marg

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