Fahrer kümmerte sich vorbildlich

Polizei kontrolliert Tiertransporte: 170 Schlachtschweinen ging es (noch) gut

Bad Hersfeld. Das Kommissariat für Umweltdelikte aus Fulda hat in den vergangenen Tagen Tiertransporte in der Region überwacht. Zwischen einigen Verstößen ragt ein positives Beispiel aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg heraus.  

Das habe sich laut Polizei bei der Kontrolle eines Transports von 170 Schlachtschweinen ergeben, der am Kirchheimer Dreieck von der Autobahn A7 "gezogen" wurde. Der Transport konnte nach der Kontrolle seine Fahrt völlig unbeanstandet fortsetzen. Der Fahrer hatte dabei sogar noch das Dach des Sattelanhängers hydraulisch angehoben, um den Schweinen für eine möglichst angenehme und kühle Temperatur im Inneren des Transportfahrzeuges zu sorgen. Ein Beispiel mit Vorbildcharakter in Sachen Tierschutz, sei das laut Polizei. Wie lange die Schweine ihr Glück noch genießen konnten, wurde nicht genannt.

Woanders sah es hingegen nicht so gut aus. Bei der Kontrolle fiel den Beamten auch ein Lkw eines hessischen Viehhandelsunternehmens auf der A5, bei Alsfeld-Berfa auf. Augenscheinlich drückte das Ladungsgewicht den Aufbau des Lkw zu tief in die Federung nach unten. Der 7,5-Tonner war mit sechs ausgewachsenen männlichen Rindern deutlich überladen. Beim Wiegen wurde ein tatsächliches Gewicht von knapp 9,5 Tonnen gewogen, somit eine Überladung von rund 25 Prozent. Fahrer und Halter des LKW müssen nun mit einer empfindlichen Geldbuße durch die zentrale Bußgeldstelle und mit einem Punkt in Flensburg rechnen.

Im Bereich des Parkplatzes "Eifa" wurde ein Kleintransporter-Anhänger-Gespann kontrolliert, mit dem 20 Ferkel befördert wurden. Die Tiere befanden sich augenscheinlich in einem guten Zustand. Allerdings fehlten einige vorgeschriebene Dokumente, die vor allem seuchenrechtlich erforderlich gewesen werden. Zudem hatte der Fahrer keine Erlaubnis zum Transport lebender Tiere dabei. Fahrer und Halter dieser Fahrzeugkombination werden nun ein Buß- oder Verwarnungsgeld von der zuständigen Veterinärbehörde erhalten.

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