Polizei stoppt gefährlichen Autotransport auf A4 bei Obersuhl

Obersuhl. So etwas hatte die Besatzung eines Streifenwagens der Autobahnpolizei noch nicht gesehen, als sie am Samstag die A 4 zwischen Bad Hersfeld und Obersuhl in Richtung Osten unterwegs war.

Schon die Tatsache, dass bei einem Sattelauflieger ein Fahrzeug hinten viel zu weit über die Ladefläche hinausragte, war ein Grund, sich den Transporter einmal aus der Nähe zu betrachten. Am Parkplatz Nadelöhr endete für den Fahrer (41) die Fahrt mit dem exotischen Gespann. 

Was die Beamten dort zu sehen bekamen, übertraf alle Erwartungen. Der Sattelauflieger war von dem Spediteur völlig unzulässig zum Autotransporter umfunktioniert worden. Nachdem der Fahrer die Seitenplane zurückgezogen hatte, staunten die Beamten nicht schlecht. Als erstes stand auf der Ladefläche ein Kleinlaster. Hier hatte man, um die zulässige Gesamthöhe nicht zu überschreiten, die Luft aus den Reifen gelassen. Hinter dem Kleinlaster folgten noch zwei Autos, von denen der letzte Wagen 1,50 Meter über das Heck des Aufliegers hinausragte.

Die Fahrzeuge müssen auf ein geeignetes Fahrzeug umgeladen werden und dem Spediteur droht im Rahmen der Gewinnabschöpfung ein Bußgeld von 2000 Euro. Die Fahrzeug- und Ladungspapiere wurden von der Polizei sichergestellt.

Die Umladung dürfte noch einige Probleme bereiten, da es auf dem Parkplatz Nadelöhr keine Rampe zum Umladen der Fahrzeuge gibt. Hierfür wird vermutlich ein Kran geordert werden müssen, zumal das schwerste Fahrzeug, der Kleinlaster, auf allen Rädern keine Luft mehr hat. Auch diese Kosten, die vermutlich mindestens im oberen vierstelligen Bereich liegen werden, sind von dem Spediteur zu tragen. (yk)

Rubriklistenbild: © dpa

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