Besonderes Angebot in Rotenburg: Hier gibt´s Hilfe für Kinder

Dem Löwen mal die Pranke schütteln: Das konnten Kinder beim Eröffnungsakt zum neuen Hilfsangebot in der Schulturnhalle. Polizeioberkommissarin Denise Abersfelder führte die Leon-Figur.

Rotenburg. Die Leon-Hilfe-Inseln sind ein neues Projekt in Rotenburg. Wenn Kinder einen Unfall haben oder sich bedroht fühlen, können sie an sieben Stellen Zuflucht finden.

Gelbe Schilder mit der gezeichneten Sympathie-Figur Leon (Ableitung vom Hessen-Löwen) weisen Kindern künftig den Weg: Geschäfte und Institutionen, die sich in Rotenburg als so genannte Hilfe-Inseln anbieten, haben die Schilder im Eingangsbereich angebracht. Am Freitag wurde das Projekt mit viel Polizeiprominenz in der Albert-Schweitzer-Grundschule vorgestellt.

Die Kinder waren bereits im Unterricht auf das neue Angebot vorbereitet worden. Für sie gab es Schlüsselanhänger mit der Symbolfigur Leon. Spannend waren aber auch die Gespräche mit Bürgermeister Christian Grunwald und dem Polizeipräsidenten Günther Voß, dem die meisten der 360 Kinder versicherten, auch mal bei der Polizei arbeiten zu wollen.

Zurück zur Hilfe-Insel: Es kann schnell mal auf dem Weg zur Schule oder zum Verein passieren, dass Kinder hinfallen oder plötzlich Hilfe der Eltern benötigen. Auch wenn sie sich verfolgt oder bedroht fühlen, können sie in den sieben beteiligten Rotenburger Betrieben Zuflucht suchen. Die Mitarbeiter sind von der Polizei entsprechend geschult worden, betreuen die Kinder und leiten weitere Maßnahmen ein. Natürlich wird auch Erwachsenen geholfen.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Osthessen (Fulda) gibt es nur in vier Orten solche Hilfeinseln, die hessenweit 1500-mal vertreten sind. Allein im Kreis Hersfeld-Rotenburg machen Bad Hersfeld, Rotenburg und Alheim mit, erklärte die für Jugendkoordination zuständige Beamtin Rosi Welke. Sie berichtet aber auch Beruhigendes: Es sei ihres Wissens noch nie vorgekommen, dass Erwachsene Kindern Hilfe versagt hätten - auch ohne Insel. „Wir leben hier noch in einem guten Umfeld“, sagte sie.

Wer seinen Betrieb als Hilfe-Insel anbieten möchte, kann sich melden unter Telefon 06623/933 166. Das gilt auch für die Stadtteile.

Hilfe-Inseln gibt es bei der Sparkasse (Poststraße), im Dekanat (Obertor), in der Werbeagentur Jahnke (Breitenstraße), in Dirk Müllers Telekom-Partnershop (Breitenstraße), in der Eisdiele Cristallo und in der Stadtverwaltung.

Wer das Projekt angeschoben hat, dazu lesen Sie mehr in der gedruckten Montagausgabe der Rotenburg Bebraer Allgemeine und im E-Paper.

Von Silke Schäfer-Marg

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