Genoscolar hat seit ihrer Gründung etwa eine Million Euro in Solaranlagen investiert

Energie vom Rotenburger Krippendach -Genossenschaft nimmt zwölfte Photovoltaikanlage in Betrieb

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Flach, aber effizient: Auf dem 445 Quadratmeter großen Flachdach der Rotenburger Kinderkrippe wurde eine Photovoltaikanlage installiert. Die Energiegenossenschaft Genosolar investierte 84 000 Euro. Das kleine Bild zeigt die Inbetriebnahme durch Erste Stadträtin Ursula Ender und die Vorstandsmitglieder Manfred Ringer (rechts) und Klaus Dittrich (links). 

Rotenburg. Eine weitere Photovoltaikanlage hat die regionale Energiegenossenschaft Genoscolar in Rotenburg in Betrieb genommen. 

Die Module befinden sich auf dem Dach der Kinderkrippe „Kleine Strandpiraten“ an der Egerländer Straße und sollen 70 Kilowatt Peakleistung bringen.

Seit ihrer Gründung vor fünf Jahren hat die Genossenschaft somit zwölf solcher Anlagen auf öffentlichen Gebäuden installieren lassen und eine Million Euro investiert. Das berichtete Vorstandsmitglied Manfred Ringer, der gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Klaus Dittrich und Erster Stadträtin Ursula Ender die Anlage offiziell, aber eher symbolisch in Betrieb nahm. Denn Strom wird damit bereits seit Anfang September produziert und in Netz eingespeist.

Die Stadt Rotenburg hat der Energiegenossenschaft bereits sechs Dächer für Photovoltaikanlagen zur Verfügung gestellt und bekommt Pacht dafür, erklärte Stadträtin Ender. Weitere Anlagen wurden zum Beispiel an den Beruflichen Schulen in Bebra und Bad Hersfeld, auf Sporthäusern in Braach und Lispenhausen sowie auf dem Dach des Stallgebäudes des Reitvereins Rotenburg und des Bürgerhauses Baumbach installiert. Strom, der auf dem Dach der Kindertagesstätte Lispenhausen produziert wird, wird von der Einrichtung zum Teil selbst verbraucht, erklärte Ringer weiter.

Die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ist inzwischen auf zwölf Cent pro Kilowattstunde gesunken. Dennoch lohne sich die Investition in regenerative Energien, ist man sich bei Genoscolar sicher.

Der Genossenschaft geht es auch um regionale wirtschaftliche Zusammenarbeit: "Wir haben bei der Entwicklung der Projekte eine unkomplizierte Zusammenarbeit mit der VR-Bank Hersfeld-Rotenburg sowie mit Energienetz Mitte", erklärte Ringer. Die Anlage auf dem Dach der Kinderkrippe wurde von der Kirchner Solar Group gebaut. „Wir haben unserem Sitz in Rotenburg und zahlen auch unsere Gewerbesteuer hier“, betont Genoscolar-Mitgründer Ringer.

Die im April 2011 gegründete regionale Genossenschaft Genoscolar hat sich die Entwicklung und den Betrieb von Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung in der Region zum Ziel gesetzt. Darüber hinaus soll über Klimaschutz und die gerechte Verteilung von natürlichen Ressourcen informiert werden. Mitglied in der Genossenschaft wird, wer zumindest einen Geschäftsanteil in Höhe von 100 Euro erwirbt. Abhängig vom Geschäftsergebnis wird eine jährliche Dividende ausgeschüttet. Die Genossenschaft hat 150 Mitglieder.

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