Feldjägerkommando ist dort untegebracht

Flüchtlinge in der Alheimer-Kaserne: Schießübung stört nicht

Rotenburg. Die Alheimer-Kaserne ist nicht nur Flüchtlingsunterkunft, sondern auch noch Bundeswehrstandort. Der Lärm feuernder Waffen ist für die Asylbewerber aber kein Problem.

Das erklärt der kommissarische Leiter der Einrichtung, Thomas Baader, auf Anfrage unserer Zeitung, nachdem es auf der Schießanlage der Kaserne in dieser Woche eine Übung gegeben hat. Besorgte Rotenburger hatten darauf hingewiesen, dass Schießübungen kaum die passende Geräuschkulisse für Menschen sein können, die vor Krieg und gewalttätiger Unterdrückung geflohen sind.

„Die Übung ist auf dem Gelände natürlich zu hören, ein Problem ist sie aber nicht“, sagt Baader. Bislang hätte sich keiner der über 700 Bewohner gemeldet, dass er sich durch die Geräusche vom Schießstand gestört fühle oder gar verängstigt werde.

Seit Monaten geplant

Auf dem Kasernengelände ist noch ein Feldjägerdienstkommando untergebracht, das Anfang 2016 nach Fritzlar umziehen soll. Die Kompanie ist auch für Aus- und Weiterbildung zuständig. Der Termin für die Übung habe seit Monaten festgestanden, sagt Baader. Er sei darüber entsprechend informiert gewesen.

Schon bevor Anfang August die ersten Asylbewerber in der Alheimer-Kaserne eingezogen sind, hatte es Befürchtungen wegen des Nebeneinanders mit den Soldaten gegeben. Der Anblick von Uniformierten könne bei traumatisierten Bürgerkriegsflüchtlingen Schrecken verbreiten. In der Realität stellt sich das laut Baader aber ebenfalls nicht als Problem dar.

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Rubriklistenbild: © Agentur

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