Haunetals Vertreter beschließen Projekte

Kein Minibagger für die Marktgemeinde Haunetal

Stärklos. Mit Geldern aus dem Kommunalen Investitionsprogramm sollte auch ein Minibagger gekauft werden. Doch der Vorschlag wurde von Haunetals Vertretern abgelehnt. 

Material für den Bauhof, eine Heizung fürs Dorfgemeinschaftshaus und LED-Technik für die Straßenbeleuchtung: Fast 20 Maßnahmen für über 300 000 Euro, die im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogramms (KIP) realisiert werden sollen, haben die Haunetaler Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Dienstagabend im DGH Stärklos auf den Weg gebracht. Das Geld kommt vom Land oder vom Bund.

Bei fast allen Projekten waren sich die ehrenamtlichen Kommunalpolitiker einig. Zum Zankapfel wurde jedoch der Kauf eines Minibaggers, der unter anderem zum Gräberausheben auf dem Friedhof genutzt werden sollte und der laut Bürgermeister Gerd Lang dringend benötigt worden wäre. Mit 20 000 Euro vom Land hatte der Bagger auf der Maßnahmenliste gestanden, deren Beschluss der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Bau- und Umweltausschuss mit einigen Enthaltungen empfohlen hatte.

Der CDU-Fraktion erschien der Nutzen eines solchen Baggers dann aber doch fraglich, zumal das eigenständige Gräberausheben wieder Mehrarbeit für den ohnehin gut beschäftigten Bauhof bedeuten würde. Marius Tegl plädierte dafür, diese Arbeit extern zu vergeben, wofür sich laut Bürgermeister allerdings schlicht und einfach kein Anbieter finde. Auch eine Kooperation etwa mit Eiterfeld gestalte sich schwierig, da der Bagger dort fast täglich im Einsatz sei.

„Auch ich war anfangs kein Freund des Minibaggers, habe mich aber überzeugen lassen“, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Hein-Peter Möller mit Blick auf die Einsatzmöglichkeiten einer solchen Maschine.

Mit sechs Nein-Stimmen der CDU, einer Enthaltung vonseiten der GfH und fünf Ja-Stimmen der SPD-Vertreter wurde der Kauf schließlich abgelehnt.

Sozusagen als Gegenvorschlag beantragte die CDU, 10 000 Euro der nun eingesparten 20 000 Euro in eine Heizung für das Feuerwehrhaus Müsenbach zu investieren, wo das wasserführende Fahrzeug in den Wintermonaten derzeit mit einer Elektroheizung betriebsbereit gehalten werden muss. Dem stimmten alle zu.

Zudem sollten 10 000 Euro beim geplanten Bau einer kleinen Biogasanlage „draufgesattelt“ werden, für den bisher Kosten von rund 70 000 Euro veranschlagt worden waren. Auch dieser Antrag wurde letztlich angenommen. Es könnte allerdings sein, dass eine solche Umschichtung gar nicht möglich ist, da es sich einmal um Landes- und einmal um Bundesmittel handelt.

In einem gemeindeeigenen Kleinkraftwerk könnte laut Bürgermeister Lang der in der Marktgemeinde jedes Jahr zu Hauf anfallende Grünschnitt verwertet werden, um zum Beispiel Strom und Wärme für die Grundschule und die Kindertagesstätte zu liefern. Ein Bau in der Nähe wäre somit sinnvoll. 

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Rubriklistenbild: © Schmidt-Hagemeyer

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