„Ich habe über sieben Jahre auf diese Chance am HKZ gewartet"

Dr. Kabel neuer Chefarzt am Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg

Ist nach Rotenburg zurückgekehrt: Dr. Yahia Kabel, hier am Herz-Ultraschall, ist neuer Chefarzt der kardiologischen Rehabilitation am HKZ. „Das tolle an der Reha ist zu sehen, wie es dem Patienten von Tag zu Tag besser geht“, sagt er über sein Aufgabenfeld. Foto: Janz

Rotenburg. Dr. Yahia Kabel ist neuer Chefarzt der kardiologischen Reha am Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg (HKZ). Ein halbes Jahr hatte die HKZ keinen Chefarzt.

Für Dr. Yahia Kabel ist es eine Heimkehr. Am kommenden Sonntag vor 18 Jahren hat er als Assistenzarzt am Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg (HKZ) angefangen. Zum Jahresbeginn ist er als Chefarzt zurückgekehrt.

Seitdem leitet Kabel die kardiologische Rehabilitation am HKZ. Nach dem Weggang seines Vorgängers Dr. Klaus Edel war der Posten ein halbes Jahr lang verwaist. Nun hat sich Kabel hohe Ziele für die Abteilung gesetzt. Der gebürtige Ägypter will deutschlandweite und internationale Kontakte nutzen, um Reha-Patienten nach Rotenburg zu holen. Statt aktuell rund 100 Patienten will er in der Woche bis zu 120 behandeln. Kabel ist zuversichtlich, denn die nächste kardiologische Reha in der Region ist bei seinem ehemaligen Arbeitgeber in Bad Wildungen.

Die Managerfunktion sieht er als wichtigen Bestandteil seiner Arbeit: „Die beste Medizin für die Patienten zu bieten, das ist selbstverständlich, aber der Chefarzt muss zusätzlich auch viel Verwaltungsarbeit erledigen.“ Sein Credo: „Ich bin ein Fan von Effizienz.“ Fleiß allein reiche nicht aus, auch vor dem Hintergrund der knappen Bezahlung im Gesundheitssystem.

Geradezu vorbildlich effizient ist für Kabel die Wahl seines neuen Arbeitsortes. Er wohnt nämlich seit Jahren nur zehn Fußminuten entfernt am Katzenkopfweg: „Das HKZ war schon lange mein Wunschziel.“ 1997 war er erstmals ans HKZ gekommen. Im Jahr darauf wechselte Kabel ans Kreiskrankenhaus auf der anderen Seite der Stadt, wo er bald Chefarzt der Inneren Medizin wurde. „Ich wollte die ganze Innere Medizin kennenlernen, nicht nur die Kardiologie“, sagt Kabel.

Zwischenzeitlich arbeitete der Rotenburger außerhalb weit weg von seiner Wahlheimat, in Hamburg und seit 2007 in Bad Wildungen an der Wicker-Klinik. „Ich habe über sieben Jahre auf diese Chance am HKZ gewartet“, sagt Kabel.

Warum sich Dr. Yahia Kabel für eine Fusion der drei Krankenhäuser im Landkreis einsetzt, lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Rotenburg-Bebra.

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