Salz reicht nicht - Lauge befreit Straßen von Frost

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    • 22.01.13
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Salz reicht nicht - Lauge befreit Straßen von Frost

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Hersfeld-Rotenburg. Schnell rieselt das Salz auf die Ladefläche des Räumfahrzeugs. Straßenwärter Steffen Rimbach bedient die Schaufel des Radladers. Ist sie leer fährt er zurück in die Lagerhalle und holt Nachschub.

Er muss ungefähr sechs Mal fahren, bis die Ladefläche gefüllt ist. Gleich streuen kann er dann aber noch nicht. Dazu braucht er noch Lauge, auch die muss er nachfüllen.

Neben dem Tank: Steffen Rimbach zeigt den blauen Tank. Zusammen mit dem Salz sorgt die Lauge für befahrbare Straßen.

Die Straßenmeisterei in Rotenburg hat zurzeit 900 Tonnen Salz auf Lager. Bei den derzeitigen Witterungsbedingungen werden 150 Tonnen Salz am Tag zum Streuen benötigt, sagt Petra Reyer-Schulz, Leiterin der Straßenmeisterei Rotenburg. Ist das Wetter weniger extrem als zurzeit kann es auch sein, dass nur zehn Tonnen am Tag gestreut werden. Schneit es viel und stark, bestellt Reyer-Schulz täglich Salz. Sie gibt kleinere Bestellungen über 100 Tonnen auf. Innerhalb von 48 Stunden wir die Straßenmeisterei dann mit Nachschub beliefert.

Steffen Rimbach fährt das Räumfahrzeug zur Sole-Anlage. Darin wird die Lauge aufbewahrt. Die Flüssigkeit ist ein Gemisch aus Wasser und Salz, sagt Daniela Czivigak, Pressesprecherin bei Hessen Mobil. Die Lauge wird benötigt, damit das Salz auf der Straße nicht verfliegt, erklärt Rimbach. Außerdem sei die Tauwirkung von Salz bei starken Minustemperaturen nicht mehr so intensiv. Da hilft die Lauge. Beides wird zusammen auf die Straße gesprüht.

Die Lauge einfüllen

Damit die Lauge in den Tank des Räumfahrzeuges gelangt, muss Rimbach eine elektrische Leitung und ein Rohr, durch das die Lauge in den Fahrzeugtank gelangt, anbringen. Das Festdrehen des Rohres kostet Kraft. Der Straßenwärter ist konzentriert, während er dreht. Dann muss er noch zwei Hebel umlegen: Der Tank und der Schlauch müssen geöffnet werden.

Die elektrische Leitung ist mit einer Überfüllsicherung verbunden, einem Sensor der sicherstellt, dass der Tank nicht überläuft und schließlich wegen Überfüllung reißt. Hinten am Fahrzeug ist eine Messskala angebracht. Ein roter Punkt zeigt an, ob der Tank gefüllt ist. Dann kann Rimbach alles wieder abbauen und losfahren.

„Wir bedienen Bundes, Landes und Kreisstraßen mit gleichen Niveau“, sagt Thomas Hoppe, Leiter der Straßenmeisterei Bad Hersfeld. Auch wenn es in den Meistereien derzeit viel zu tun gibt und die Straßen rund um die Uhr 24 Stunden lang freigehalten werden müssen, achtet er darauf, die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit von elf Stunden zwischen den Schichten eingehalten wird. (sas)

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