Sinti und Roma diskriminiert

Stadt Bad Hersfeld entfernt NPD-Wahlplakate

Bad Hersfeld. Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling hat nach Rücksprache mit den anderen Magistratsmitgliedern bereits in der vergangenen Woche Wahlplakate der NPD durch Mitarbeiter des Bauhofs in der gesamten Kreisstadt entfernen lassen.

Dabei handelt es sich um Plakate, auf denen eine ältere, nachdenkliche Frau zu sehen ist. Darunter steht: „Geld für die Oma, statt für Sinti und Roma“.

Diese Darstellung habe nichts mehr mit Wahlkampf zu tun. „Das ist diskriminierend und gehört nicht in unsere Stadt“, erklärt Thomas Fehling auf Nachfrage unserer Zeitung. In Bad Hersfeld leben derzeit etwa 500 Sinti und Roma, die sich verunglimpft fühlen.

Auch Adam Strauß vom Verband für Sinti und Roma in Hessen empfindet diese Plakate als Schande. „Es ist nicht nachvollziebar, dass es im Jahre 2013 noch Menschen gibt, die derartige Hassparolen unterstützen“.

Es sei an der Zeit, Zivilcourage zu zeigen und diese Plakate abzuhängen“, merkt Strauß an. Als Verbandsvorsitzender hat er bereits Briefe an mehrere Kommunen in Hessen geschrieben, und gefordert, die Verunglimpfungen gegenüber der Minderheit nicht weiter zu dulden. In Bad Hersfeld sind ihm die Stadtväter da zuvorgekommen und haben die beleidigenden Pamphlete sichergestellt. (rey)

Rubriklistenbild: © dpa

Wolfgang S.Antwort
(0)(0)

Der Artikel zeigt,wie man immer mit solchem Gedankengut umgehen muss.So tun als würde es einen nicht stören und darüber hinwegsehen,nein.Auch wenn die NPD keine Chance hat irgend etwas auszurichten,so muss alles unternommen werden um schon die Anfänge im Keim zu ersticken.Kaum anzunehmen,dass der Artikel wie auch das Handeln des Bürgermeisters Werbung für diese Partei ist.Aber es zeigt,das Herr Fehling in diesem Fall nicht einfach weggeschaut hat.Und das finde ich wichtig!Auf lange Sicht mus sowieso ein Verbot der NPD stehen.

Vitautas
(4)(0)

Aha, sehr demokratische Einstellung, die Wahlpropaganda einer legalen Partei entfernen.
Wenn "eine Demokratie sich wehren" muss, soll sie undemokratisch werden? Ist die beste Taktik gegen Faschos, selber einer werden?? Wohl kaum.

SubprasertAntwort
(2)(0)

Da ich differenzierte Diskussionen pflege und mir der Salafist genau unangenehm ist so wie der Glatzen-Extremist, erkenne ich mich darin nicht wieder. Mir fiel nur auf, daß in ihrem Vokabular immer der Gutmensch auftaucht. Als was sehen Sie sich? Und von welchem großen Geist ist die o.a. Definition? Ich jedenfalls sehe doie Welt so: Ein Pessimist ist ein Optomist mit Erfahrung. Mit vorzüglicher Hochachtung, S.

Alle Kommentare anzeigen