Christian Mayer geht im Herbst

Stadt Bad Hersfeld unter Druck, weil der Kurdirektor geht

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Christian Mayer

Bad Hersfeld. Der angekündigte Abschied des Bad Hersfelder Kurdirektors Christian Mayer zum 1. November dieses Jahres bringt die Stadt unter Zugzwang.

Um in einem bedeutenden Aufgabenbereich die Kontinuität zu wahren, werde sich der Magistrat zeitnah mit einer Nachfolgeregelung beschäftigen, kündigte Pressesprecher Meik Ebert im Gespräch mit unserer Zeitung an.

Mayer selbst wird noch den Wirtschaftsplan 2017 vorbereiten, auch steht mit Julia Scholz eine Stellvertreterin zur Verfügung. Doch die wichtige Netzwerkarbeit und touristische Großereignisse wie das Lutherjahr 2017 erhöhen den Handlungsdruck. Kurgäste sind in Bad Hersfeld ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. 2500 bis 3000 Patienten kommen jährlich in die örtlichen Kurkliniken und schlagen mit rund 150.000 Übernachtungen zu Buche – von insgesamt 350.000, die übers Jahr in den Hotels, Pensionen und Kliniken gezählt werden. „Diese Gäste nutzen die kulturellen und touristischen Angebote und bekommen viel Besuch“, beschreibt Mayer deren Bedeutung.

Neben der Verwaltung und dem Betrieb der Anlagen von Kurpark und Heilquellen ist der Kurbetrieb auch für die alle zehn Jahre fällige Prädikatisierung des Heilbades durch das Regierungspräsidium in Kassel zuständig – nur wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind, bleibt Bad Hersfeld „Bad“. Voraussetzungen sind unter anderem das Heilwasser, die Wandelhalle und ein Badearzt. „Daran muss aktiv gearbeitet werden“, sagt Mayer. Die nächste Prüfung steht 2019 für die Jahre ab 2020 im Kalender. Vom Kurbetrieb abhängig ist auch der „Bäderpfennig“, eine Landeszuwendung, durch die dem städtischen Haushalt rund 450.000 Euro zufließen.

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