Feuerwehrleute trafen sich zu Übungswochenende auf dem Kasernengelände

Am Stahlseil zu Boden

Einsatz am Waldrand: Bebraer Feuerwehrleute übten, einen Menschen mittels Seilbahn vom Hochstand zu retten. Tobias Rosier (Zweiter von rechts) gab während der Übung Hilfestellung. Foto: Meyer

Bebra/Rotenburg. Auf dem Hochstand hat ein Jäger einen Herzinfarkt erlitten. Um ihn zu retten, bleibt den Feuerwehrleuten nur eine Möglichkeit: Zwischen Baum und Feuerwehrauto spannen sie ein Stahlseil. An der so entstandenen Seilbahn gelangt der Patient in der Korbtrage auf den Erdboden. Die Notsituation am Waldrand war eines von zehn Szenarien, die die Mitglieder der Bebraer Feuerwehren bei einem Übungswochenende auf dem Gelände der Rotenburger Alheimerkaserne herausforderten.

Knapp 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie fünf Rettungsassistenten und Sanitäter hatten sich dafür in der Kaserne einquartiert. Dort fanden sie ideale Bedingungen zum Üben vor: Notlagen konnten mit offenem Feuer simuliert werden, etwa ein Auto-Brand oder ein Zimmerbrand, für dessen Simulation in einem Übungsgebäude der Bundeswehr Feuer gelegt wurde.

In Schulungen fortgebildet

Ein Forstunfall wurde simuliert, verschiedene Verkehrsunfälle, auch nachts und in schwierigem Gelände, sowie ein Waldbrand. In Schulungen bildeten sich die Teilnehmer zu „patientenorientierter Rettung“ und im Thema Unfallrekonstruktion fort.

Entwickelt hatte die Szenarien eine Kommission der Feuerwehr, bestehend aus Stefan Hertrampf, Tobias und Frank Rosier, Holger Stöber, Sascha Schöße, Matthias Kaiser sowie Dr. Bardo Kürten, dem ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes beim Landkreis. Sie wohnten den Übungen bei und unterbrachen sie zwischendurch. Anders als bei einer Alarmübung sei es bei dem Übungswochenende darum gegangen, schon während des Einsatzes Fehler zu erkennen, darüber zu sprechen und sie zu korrigieren, erklärte Tobias Rosier, Feuerwehrmann und Rettungsassistent.

Technische Hilfeleistung und patientenorientierte Rettung, so Rosier, seien in diesem Jahr Schwerpunkt der Ausbildung bei den Bebraer Wehren.

Erstmals fand ein derart intensives Übungswochenende statt. Bebras Wehrführer Stefan Hertrampf lobte die Übungsbedingungen auf dem Kasernengelände. Die Abgeschiedenheit und das intensive Zusammensein kämen der Ausbildung zugute.

Von Achim Meyer

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