Zahl der Studienplätze auf Allzeithoch

Studenten-Boom an der Finanzschule in Rotenburg

Rotenburg. An der Hessischen Hochschule für Finanzen und Rechtspflege in Rotenburg werden ab August kommenden Jahres fast doppelt so viele junge Menschen ausgebildet wie bisher. Hochschule und Finanzministerium planen mit 650 Studenten. Aktuell lernen dort 345 Personen.

„Wir steigern unsere Ausbildungsplätze auf ein historisches Allzeithoch“, sagt Finanzstaatssekretärin Dr. Bernadette Weyland. Als Grund für die Erweiterung nennt sie den Beschluss der Landesregierung, die Steuerverwaltung personell noch weiter zu verstärken. Der Kampf gegen Steuerkriminalität werde in Hessen offensiv geführt.

Mehr Dienstanwärter bedeuten auch mehr Personal. Das bestätigt Hochschul-Rektor Prof. Lothar Seitz, der mit insgesamt 20 Dozenten mehr als bisher plant, aber einschränkt: „Die Zahl der Studenten wird im übernächsten Jahr wohl wieder sinken, aber auch dann noch deutlich über unserem jetzigen Stand liegen“. Seitz sagte, er sei froh über die Entwicklung. „Die Alternative wäre ein zweiter Standort in Hessen gewesen, das wollten wir vermeiden.“

Untergebracht wird ein Großteil der zusätzlichen Studenten laut Seitz am HKZ und an der BKK-Akademie. Klinik-Sprecher Werner Hampe bestätigte Verhandlungen: „Wir können blockweise vermieten und wenn es Rotenburg zugute kommt, dann sowieso.“ Bei der BKK wollte sich gestern keiner zum Thema äußern.

"Eine tolle Sache“, findet Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald. Die Stadtverwaltung plant angesichts der steigenden Studentenzahl, die Parkplatzsituation zu entzerren. „Parkplätze sind in Rotenburg ohnehin ein rar gesätes Gut, aber es gibt schon ein paar konkrete Ideen“, sagte er. Wie die im Detail aussehen, wollte er noch nicht verraten. Wichtiger sei derzeit, dass das Land an Rotenburg als zentralem Ausbildungsstandort festhalte. (lad)

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Rubriklistenbild: © dpa

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