Heidrich warnt vor neuer Variante von Cornberg nach Schenklengsfeld

Stromtrasse Suedlink: Verlauf jetzt durch den Kreis Hersfeld-Rotenburg? 

Kassel. Aufatmen bei vielen Menschen im Großraum Kassel: Die geplante Stromtrasse Suedlink wird aller Voraussicht nach nicht den Landkreis Kassel durchschneiden. Dafür könnte die Trasse nach Informationen des CDU-Bundestagsabgeordneten Helmut Heiderich künftig voll durch den Kreis Hersfeld-Rotenburg laufen.

Die vom Vorhabenträger Tennet neu erarbeiteten Trassenvarianten für Erdkabel verlaufen demnach von Südniedersachsen kommend eher weiter östlich, teilweise auch durch Thüringen. Das bestätigte am Dienstagmorgen Tennet-Sprecher Thomas Wagner auf Anfrage unserer Zeitung.

Aktualisiert um 11.25 Uhr

Andere Informationen hat der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich. Er berichtet von einer zweiten möglichen Trassenvariante, die voll durch den Kreis Hersfeld-Rotenburg laufen könnte.

„Für den Landkreis ergibt das eine völlige Umorientierung“, so Heiderich. Nicht mehr der Westrand sei jetzt betroffen, sondern die Mittelachse von Cornberg bis Schenklengsfeld oder die Ostseite mit dem Werratal. Die betroffenen Gemeinden seien jetzt gefordert, möglichst bald dazu Stellung zu nehmen.

„Alle zukünftigen Stromkabel werden in der Erde liegen und rund 20 bis 40 Meter Breite beanspruchen.“ Nach der Verlegung sei es aber möglich, die Flächen weiterhin zu bewirtschaften. Ähnlich der Gasleitungen werde es dann auch keine dauerhafte Beeinträchtigung des Landschaftsbildes geben. „Damit sind wir den Bedenken der Bürger weitgehend entgegen gekommen.“

Insgesamt werde sich dadurch der Leitungsausbau allerdings von drei auf zehn Milliarden Euro verteuern. Durch die Neuausrichtung der Planung werde auch das Bündelungsgebot mit vorhandenen Trassen zweitrangig. Was den Gemeinden entgegen komme, die bereits durch andere Infrastruktur stark belastet seien.

Tennet habe angekündigt, die grobe Trassenführung mit einem 1000 Meter-Korridor bis Ende des Jahres zu beantragen. Aber der konkrete Verlauf werde vorher auf kommunaler Ebene vorgestellt und im Detail besprochen.

Aus der Erfahrung von Wahle-Mecklar habe er, so Heiderich, Tennet-Chef Lex Hartmann persönlich gebeten, solche Gespräche mit Bürgermeistern und Kommunen „auf Augenhöhe“ zu führen.

Rubriklistenbild: © dpa

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