Es fehlt an Helfern und Lebensmitteln – Über 1200 Bedürftige

Tafeln im Kreis können Andrang kaum bewältigen

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Ronny Fruhwirth leistet seinen Bundesfreiwilligendienst bei der Tafel ab.

Hersfeld-Rotenburg. Die Tafeln im Landkreis Hersfeld-Rotenburg stoßen an ihre Grenzen. Im Laufe des Jahres sei die Zahl der Bedürftigen um mehr als ein Drittel gestiegen, berichtet Silvia Hemel, die Leiterin der Tafel in Bad Hersfeld. Viele der Neukunden seien Flüchtlinge.

Gut 550 Menschen versorgt die Tafel in Bad Hersfeld derzeit. An zwei Tagen in der Woche können sie bei der Tafel für einen symbolischen Betrag von zwei Euro einkaufen, was in den Supermärkten, bei Bäckern und Metzgern übrig war. Und weil es darüber hinaus noch viele weitere Bedürftige gibt, werden auch in der benachbarten Bahnhofsmission Lebensmittel ausgegeben – unbürokratisch und ohne Anmeldung. „Das sind noch einmal 100 Menschen, die wir da unterstützen“, sagt Hemel.

Ganz ähnlich sieht die Situation bei der Tafel in Bebra aus. 580 Kunden sind dort registriert, berichtet Bozena Kujawa. Dazu gibt es eine Warteliste mit 50 bis 60 Personen. 90 Ehrenamtliche kümmern sich um das Einsammeln, Sortieren und Verteilen der Lebensmittel an den beiden regulären Ausgabeterminen in Bebra sowie einmal alle zwei Wochen in Rotenburg. Wegen des großen Bedarfs wurde auch in Bebra noch ein dritter Ausgabetag eingerichtet, an dem auch nicht angemeldete Kunden die Lebensmittel erhalten, die noch übrig sind.

Inzwischen, so berichtet Kujawa, würden aber die Lebensmittel manchmal knapp. Auch in Bad Hersfeld müssen immer öfter die Lebensmittel beschränkt werden. „Dann gibt es nur noch ein Brot, statt wie früher zwei“, sagt Silvia Hemel.

80 Ehrenamtliche engagieren sich für die Bad Hersfelder Tafel und auch sie geraten ob des großen Andrangs manchmal an ihre Grenzen. 20 zusätzliche Helfer könnte Silvia Hemel gut einsetzen, sagt sie. Und für junge und ältere Menschen, die Interesse am Bundesfreiwilligendienst haben, gebe es  Möglichkeiten. (zac)

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