Zahl könnte im letzten Quartal dieses Jahres noch ansteigen

Über 2200 Flüchtlinge leben im Kreis Hersfeld-Rotenburg

Hersfeld-Rotenburg. 2220 Flüchtlinge, die Leistungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz (950 Menschen) oder Sozialhilfe (1270) erhalten, leben nach den jüngsten Zahlen im Landkreis.

Bei der letzten Zahl sind laut der Ersten Kreisbeigeordneten Elke Künholz, die im Kreis Hersfeld-Rotenburg für die Flüchtlinge zuständig ist, auch EU-Bürger, Spätaussiedler und Deutsche mit Migrationshintergrund dabei. Hier könne man nicht differenzieren, erklärte sie weiter und beantwortete damit Anfragen von Bündnis 90/Die Grünen und von der AfD zu den Flüchtlingen im Kreis.

Erfahrungsgemäß steigt die Zahl der Flüchtlinge im letzten Quartal jedes Jahres an. Verlässliche Prognosen gebe es aber derzeit nicht. Zu der Zahl kommen noch einmal 100 Kinder und Jugendliche hinzu, die ohne Begleitung Erwachsener nach Deutschland gekommen sind – sogenannte unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die besonderer Betreuung bedürfen.

In Gemeinschaftsunterkünften und Wohnungen lebten am Ende des ersten Halbjahres 2016 knapp 1300 Menschen, davon 600 Männer, 265 Frauen, 230 Jungen und 195 Mädchen. Neben der zentralen Aufnahmestelle in Ransbach gibt es sechs Gemeinschaftsunterkünfte auf dem Wehneberg und an der Friedrich-Ebert-Straße in Bad Hersfeld, in Ronshausen, Solz, Tann und in Kirchheim. Ende August hatte der Kreis außerdem noch 113 Wohnungen angemietet.

Künholz betonte, man lege Wert darauf, dass die Menschen so bald wie möglich selbst als Mieter aufträten, daher schwankt diese Zahl Von einer Herausforderung, die Flüchtlinge menschwürdig unterzubringen, zu betreuen und für eine frühzeitige, gelingende Integration zu sorgen, spricht die Vizelandrätin. Im ländlich geprägten Kreis seien die Bedingungen jedoch günstiger als in den Großstädten. (ank)

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Rubriklistenbild: © dpa

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