Tunnelhexenkarneval: Frohes Fest auf dem Bau

Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt: Der Baustellensketch der „Hönebacher Jungs“ war ein Höhepunkt des Abends beim Tunnelhexenkarneval, für den die Bühne in der Mehrzweckhalle passend dekoriert war. Fotos: Meyer

Hönebach. „Tunnelhexe auf der Baustelle" lautete das Motto der Sitzung, und genau so haben die Hönebacher den Karneval gefeiert.

Hönebach. Als der Tod als Sensenmann im Knochenkostüm die Bühne betrat und Adeles „Hello from the other side“ schmetterte, da tobte und grölte das Publikum in der Hönebacher Mehrzweckhalle. Mitte der zweiten Hälfte enterten nämlich die Hönebacher Jungen als Bauarbeiter verkleidet die Bühne und zeigten mit vollem schauspielerischen Einsatz einen Sketch voller Wortwitz und absurder Komik. Der Auftritt des sangesfreudigen Todes war dabei der Höhepunkt.

Schweres Arbeitsgerät: Auch ein Presslufthammer gehörte zur Baustellen-Kulisse.

Vorher hatte ein abwechslungsreiches Programm der Stimmung den Weg geebnet. Viel Liebe hatten die Organisatoren in die als Baustelle mit Kran und Dixi-Klo hergerichteten Bühne gesteckt. Dem Motto blieben sie treu bis hin zum Karnevalsorden, der am Absperrband verliehen wurde.

Die Bühne bot Raum für aufwendig choreografierte Tänze der vielköpfigen Showtanzgruppe oder Sketche wie den des Kegelvereins: Als polnische Reisegruppe bei der Bewerbung um Stellen in der deutschen Altenpflege machten es sich dessen Mitglieder auf der Bühne bequem und verrieten in ihren Bewerbungswünschen viel Detailwissen über die Hönebacher Bevölkerung.

Stolz, ein „Dorfkind“ zu sein: Für ihre Playback-Version des Dorfrocker-Gassenhauers ernteten Ramon Schulte, Dominik Rupp und Alex Noll, von links, tosenden Applaus.

Die konnte darüber herzlich lachen. Die Hönebacher zeigten sich so als verschworene Dorfgemeinschaft, die sicher weiß, was sich zum Beispiel hinter diesem Satz verbirgt: „Ist jemand in Not, hilft immer die Familie Knoth!“

Die makabre Büttenrede hielt mit schwarzem Zylinder Dieter Thomas, der Bestatter. Er verriet, wie sich der baldige Tod ankündigt: „Wenn der Arzt einem Moorbäder empfiehlt, damit man sich schon mal an die feuchte Erde gewöhnt.“ Bei der Trauerfeier werde dann gemunkelt: „Ein großer Kirchgänger war er nie. Wenn sie ihn nicht zu viert hereingetragen hätten, wäre er heute auch nicht gekommen.“

Durch das Programm führten unterhaltsam und mit viel Elan René Sufin und Marisa Linß. Sie hatte gegen Ende des Abends einen umjubelten Gesangsauftritt mit dem Long John Blues. Gefeiert wurden auch Anna Linß und Christian Hoven mit ihrer Interpretation von „Do you speak sächsisch?“

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