Mit Zahlen Gefühle wecken

Wochenend-Porträt: Dirk Lindemann aus Frielingen jongliert mit Technik und Musik

Greift gerne selbst in die Tasten: Dirk Lindemann aus Frielingen macht gerne Musik – als Keyboarder und als Techniker. Unser Bild zeigt ihn im Riverside-Studio von Musik Bode. Foto: Löwenberger

Frielingen. Die Musik wurde ihm in die Wiege gelegt. Der Vater war Schlagzeuger und zu Hause wurde – besonders aber nicht nur – in der Advents- und Weihnachtszeit viel gesungen. Die Technik hat er erlernt. Die Verbindung aus beidem und seine Visionen machen ihn zu einem Musiker der besonderen Art.

„Computer sind seelenlose, nüchterne Maschinen, die nur Nullen und Einsen kennen. damit etwas zu schaffen, das bei den Menschen tiefste Emotionen auslösen kann, ist ungeheuer faszinierend“, sagt Dirk Lindemann in seinem „Studio“. Und das spiegelt irgendwie seinen Lebensweg wieder.

Eine Wand des Raumes erinnert an einen Heimwerker des Elektrohandwerks: Kabel, Strippen, Messgeräte, Lötkolben, Präzisionswerkzeuge. Über das gesamte Zimmer verteilt zahlreiche Tasteninstrumente, darunter zentral angeordnet das neueste, rund 4000 Euro teure High-Tech-Instrument der Firma Korg, und dominant Monitore, die im Laufe des Gesprächs zu ausgewachsenen Mischpulten und Musikmaschinen mutieren.

Mit sechs Gitarre gelernt

„Mit sechs Jahren fing ich an, Gitarre zu lernen. Mit acht folgte das Akkordeon, anschließend die Heimorgel und später dann das Keyboard beziehungsweise das Klavier“, erzählt Lindemann. Hier in seinem Reich „spielt“ er mit der Musik, übt, konstruiert, experimentiert, komponiert und arrangiert. Für größere Produktionen, auch mit anderen Künstlern, nutzt er das Riverside-Studio von Musik Bode und früher das Wildcorner-Studio von Wolfgang Schwalm.

Der Startrompeter (laut Herzbube Wilfried Gliem „der beste Trompeter der Welt“) und Sänger der original Curocas der 70er und 80er Jahre und spätere Herzbube war mit verantwortlich, dass sich für Lindemann Türen in die große weite Welt der Musik öffneten. So war er als Sänger und Keyboarder der neuen Curocas als Begleitband der Wildecker Herzbuben, der „Stars der Volksmusik“ und des „Musikantenstadl“ mit Andy Borg lange auf Tournee.

Zahlreiche Kontakte zu berühmten Protagonisten der deutschen Musikszene entwickelten sich daraus. Drei Jahre war Lindemann mit Deutschlands ältestem Traditions-Blasorchester, der „Originalkapelle Egerland“ als Sänger und Moderator unterwegs. Er spielte auf den Oktoberfesten in Pretoria (Südafrika) und in Los Angeles und auf Feiern auf Gran Canaria. Seit 15 Jahren gibt er Adventskonzerte mit Anita Burck in Fulda. Mit „Helter Skelter“ hat er als Beatles-Revival-Band eine CD mit „abgedrehten“ Songs der Popgiganten und mit „Piano Träume“ eine eigene CD auf den Markt gebracht.

Trotz der vielen Erfolge steht Dirk Lindemann auch heute noch mit den „Ottertalern“ und diversen andere Bands oder als Alleinunter auf den Bühnen in der Region. Dass er mittlerweile einen großen Namen in der Welt der Musik hat, lässt er sich dabei nicht anmerken. (lö)

 

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