Megastromtrasse: Kommentar zur Info-Veranstaltung der Stadt

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Schwalmstadt. Die Kulturhalle, in die die Stadt zur Info-Veranstaltung zum Thema Megastromtrasse eingeladen hatte, füllte sich am Dienstag nicht mal zur Hälfte. Ein Kommentar dazu von Anne Quehl. 

Die dürftige Beteiligung von rund 70 Teilnehmern bedeutet sicherlich nicht, dass den meisten die Vorstellung einer Megastromtrasse diagonal durch die Schwalm Recht wäre. Aber es bedeutet, dass dieses milliardenschwere Projekt, das Deutschland von Nord nach Süd über eine Distanz von 700 Kilometern durchschneiden soll, die Menschen förmlich abschreckt.

Abschreckend geriet dann auch die Informationsveranstaltung in Ziegenhain. Eine Überfülle von Informationen verbreitete insbesondere der Tennetvertreter. Er betonte mantrahaft, dass ohnehin alles gesetzlich gedeckt und geregelt sei, Widerstand unnötig - und zwecklos. Einwände lachte Wagner heiter weg.

Der zweite Vortrag, pro Erdverkabelung, klang hingegen zu gut, um wahr zu sein.

Nach der Diskussion herrschte mehr Ratlosigkeit als zuvor. Mit dem Gefühl der Hilf- und Einflusslosigkeit dürften die meisten gegangen sein.Wenn der Tennetvertreter Recht hat, ist gegen eine wie auch immer verlaufende Trasse nichts zu machen. Aus dieser Annahme heraus sind die Menschen wohl ferngeblieben. Südlink als Freileitung wird eine Reihe von Anrainern stark beeinträchtigen, das ist ungerecht. Dabei spielen Kosten doch angeblich keine Rolle.

Kontakt zur Autorin: aqu@hna.de

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