Informationsabend im DGH 

Windpark Michelsberg: Diskussion mit Projektentwicklern und Gegnern 

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Auf dem Podium: von links Erhard Münch, Andreas Hofmann, Andreas Göbel, Deborah Höhre, Till Neumann und Tobias Zinsser. 

Linsingen/Michelsberg. Hart zur Sache ging es beim Thema Windkraft im DGH Michelsberg. 50 Interessierte waren der Einladung von Ortsvorsteher Andreas Göbel gefolgt, um sich aus erster Hand zum Thema „Windpark Frielendorf" zu informieren.

Bei etwa einem Viertel der Zuhörer handelte es sich augenscheinlich um Unterstützer der Windkraftgegner, die aus umliegenden Gemeinden angereist waren.

Der in der Gemarkung Linsingen-Todenhausen-Neuental im Wald geplante Windpark liegt in unmittelbarer Nähe des Schwalmstädter Stadtteils Michelsberg. Ziel der Veranstaltung sei es, den bereits im Dorf kursierenden Gerüchten entgegenzuwirken, sagte Göbel: „Es soll informativ und sachlich sein.“

Das Podium

Sowohl die in Moischeid ansässige Firma Abicon als Projektentwickler wie auch die Akteure der „Initiative für ein lebenswertes Ohetal“ stellten ihre Standpunkte in umfangreichen und detaillierten Präsentationen vor. Beide Parteien entfachten über drei Stunden einen regelrechten Informationssturm und zitierten aus Gutachten und Gesetzestexten. Die Zuhörer wurden mit Abkürzungen wie TA-Lärm (Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm) und BimSchG (Bundes-Immissionsschutzgesetz) überschüttet.

Die Projektierer

Bei allen Planungen habe man das „Schutzgut Mensch“ im Blick gehabt, betonte Tobias Zinnser von der Firma Abicon und verwies anhand von zahlreichen Grafiken und Tabellen auf gesetzliche definierte Grenz- und Richtwerte. Für Heiterkeit sorgte eine von Abicon in Auftrag gegebenen Landschaftsbildvisualisierung. Gemäß den Vorschriften hatte sich der Fotograf in die Ortsmitte von Michelsberg gestellt und so waren auf dem Bild lediglich zwei Häuser zu sehen.

Die Gegner

Die Windkraftgegner um Andreas Hoffmann und Erhard Münch hoben die Risiken des geplanten Windparks hervor. Er sei eigentlich ein Befürworter der Windenergie, sagte Hofmann: „Diese Form der Nutzung lehne ich aber ab.“ Besondere Sorgen bereitete Hofmann der sogenannte Infraschall: „Je mehr WKA errichtet werden, um so stärker die Auswirkung auf die menschliche Gesundheit.“ Erhard Münch stellte die Wirtschaftlichkeit des Windparks für die Betreiber wie auch die Allgemeinheit in Zweifel.

Ortsvorsteher Göbel zeigte sich am Ende zufrieden. Beide Positionen seien jetzt klar und nun könne man sich auch auf politische Ebene in Schwalmstadt mit dem Thema beschäftigen.

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