Kein signifikanter Anstieg von Vandalismus am Alleeplatz in Ziegenhain

Folge von Zerstörungswut: Zwei junge Schwalmstädter hatten in der Nacht zum Sonntag brennende Toilettenpapierrollen in die Ziegenhainer Kulturhalle geworfen. Archivfotos:  Quehl/Grede

Ziegenhain. Piepser soll für Ruhe sorgen

Müll, Lärm, Zerstörungswut: Der Brand am vergangenen Wochenende in der Ziegenhainer Kulturhalle richtet wieder einmal den Blick auf die Situation am Alleeplatz. Aus Sicht der Polizei und des Schwalmstädter Ordnungsamtes befindet sich aktuell dennoch kein Brennpunkt auf dem Areal mit Grundschule und Veranstaltungshalle. An dem Schulgebäude soll seit Neuestem ein bewegungsgesteuertes Alarmsystem mit Piepsern Randalierer auf Abstand halten.

Das hielt jedoch am Wochenende nicht die beiden jungen Schwalmstädter, 18 und 19 Jahre alt, ab. Sie waren durch ein Fenster in die Kulturhalle eingebrochen, hatten Klopapierrollen hinausgeworfen, sie angezündet und wieder hineingeworfen. Die Feuerwehr hatte verhindert, dass die Flammen sich weiter ausbreiteten. Der entstandene Schaden liegt zwischen 10 000 und 20 000 Euro.

Bereits im Sommer vor drei Jahren war die Situation auf dem Areal in Ziegenhains Stadtmitte eskaliert. Insbesondere die Ziegenhainer Grundschule stand im Fokus von randalierenden Jugendlichen. Immer wieder habe es in der Vergangenheit Wellen von Vandalismus gegeben, erklärt Grundschulleiterin Isolde Gliemann. Die Gesamtsituation habe sich nicht verändert. Es sei ganz offensichtlich weiterhin ein Treffpunkt, dennoch funktioniere es derzeit allerdings. Das bringt die Grundschullehrerin auch mit dem kürzlich installiertem Warnsystem in Verbindung. Über einen Bewegungsmelder wird gegebenenfalls ein Summton ausgelöst. Ein ähnliches System gibt es auch an der Berufsschule in Ziegenhain, bestätigt die Leiterin der Schulverwaltung, Gabriele Baar.

Auch bei der Stadt Schwalmstadt sieht man die Situation um den Alleeplatz derzeit gelassen. In diesem Jahr habe es noch keine Beschwerden gegeben, erklärt die Leiterin des Ordnungsamtes, Doris Heinmüller. Fakt sei, dass sich auf den zum Teil städtischen - und damit öffentlichen - Flächen Menschen aufhalten. Dieses Recht hat jeder.

„Ein auffallender Brennpunkt ist der Alleeplatz derzeit nicht.“ So schätzt auch Robert Wilke, Leiter der Ziegenhainer Polizeistation die Situation ein. Probleme gebe es manchmal in den Sommermonaten. Beschwerden habe es in der jüngsten Vergangenheit lediglich seitens eines Anwohners gegeben. Ein Treffpunkt junger Menschen werde auch den Parkplätzen vor der Sportanlage im Fünftenweg beobachtet.

Von Sylke Grede

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