Eröffnung am 7. Juli

Kirchenkreis richtet in Ziegenhain einen Diakonieladen ein

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Freuen sich, dass es bald los geht: Petra Diegler , Rosi Haldorn und Anette Steuber (von links) haben bis zur Eröffnung des Ladens in Ziegenhain noch eine Menge zu tun. Auf dem Foto fehlt Petra Scholz. Sie gehört ebenfalls zum Team. 

Ziegenhain. Allerhand - so heißt der neue Diakonieladen, der am 7. Juli im Ziegenhainer Steinweg eröffnet werden soll. Eingerichtet hat ihn der Kirchenkreis Ziegenhain.

Als diakonisches Projekt der Gemeinde ist der Laden eingebunden in das Diakonische Werk im Kreis.

Das Projekt

Gespendete Kleider sollen für kleines Geld an Bedürftige abgegeben werden. Das Angebot richtet sich an Menschen mit niedrigem oder gar keinem Einkommen - Flüchtlinge, Geringverdiener, Rentner.

Im Büro stapeln sich die Kisten: Ehrenamtskoordinator Daniel Helwig freut sich über die vielen gespendeten Kleider und Spielsachen, die schon bei ihm abgegeben wurden.

Ehrenamtskoordinator Daniel Helwig bringt das Projekt zusammen mit ein Team aus ehrenamtlichen Helfern auf den Weg: „Eine Kleiderkammer gab es zuletzt in der Kasseler Straße, in einem Privathaus. Das Angebot wurde gut angenommen, so dass wir uns entschieden haben, einen Laden zu eröffnen“, erklärt er. Zusammen mit den Mitgliedern des Forums Asyl und dem Arbeitskreis für Toleranz und Menschenwürde entstand ein Konzept. Auch der Standort Ziegenhain sei bewusst gewählt. „In Hephata gibt es einen ähnlichen Laden.“

Im Steinweg wird gerade ein Verkaufsraum eingerichtet. Das Inventar ist größtenteils von Schwalmstädter Modehäusern gespendet. Es gibt einen Umkleidebereich und einen Sortier- und Lagerraum. Ein weiterer Raum soll als Begegnungsstätte, zum Austausch gedacht sein, erläutert Helwig: „Auch wer anderweitig Hilfe braucht, ist hier willkommen. Wir versuchen zu vermitteln.“

Die Helfer

Die Öffnungszeiten orientierten sich an denen der Schwälmer Tafel: „Das Einzugsgebiet ist groß. Und so haben die Menschen die Möglichkeit, auch gleich noch den Diakonieladen zu besuchen.“ Das Sortiment werde nicht allein Kleider umfassen, erklärt Helwig. Auch Dinge, die etwa zu einer Babyerstausstattung gehören, Kindersitze und Spielzeug, würden verkauft. Der Laden selbst solle von Spenden leben. Angenommen würden Kleider in Wannen oder Körben, gut erhalten und gewaschen. Was nicht im Laden verkauft werden kann, wird aussortiert und von der Sammlung „Bethel“ abgeholt.

Petra Scholz, Petra Diegler, Rosi Haldorn und Anette Steuber werden den Laden ehrenamtlich betreuen. Dazu gibt es einen Helferkreis von etwa 20 Leuten. Auch junge Flüchtlinge sollen miteingebunden werden. „Wir hoffen, dass wir mit dem Projekt auch jungen Frauen ein Angebot der Beschäftigung machen können. Im Laden haben sie durch den Kundenkontakt die Möglichkeit, die Sprache zu verbessern“, sagt der Koordinator.

Die Spenden

Einen Berechtigungsschein müssen Kunden im Laden nicht vorlegen. „Wir vertrauen darauf, dass nur die Menschen kommen, die wirklich bedürftig sind.“ Verschenkt werden soll die Kleidung nicht. Die Kleidungsstücke kosten zwischen 0,50 und 5 Euro, sind aber nicht etikettiert. „Wer mehr spenden möchte, kann das tun. Die Höhe der Spenden werden auf Listen transparent aushängen“, so Daniel Helwig.

• Zur Eröffnung am, 7. Juli, 14 Uhr, freut sich das Team auf viele neugierige Kunden und Gäste.

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